Die Geschichte von "Dark Ride" ist schnell erzählt.
In einem Freizeit-und Vergnügungspark werden eines Tages zwei junge Mädchen brutal ermordet. Kurze Zeit später erleiden 9 weitere Menschen das gleiche Schicksal, woraufhin der Park mit seiner Hauptattraktion und dem Ort des Geschehens, dem "Dark Ride" geschlossen werden. Der geisteskranke und zugleich unzurechnungsfähige Mörder wird in eine Anstalt weggesperrt.
Einige Jahre nach diesen Vorfällen beschließen einige Studenten in ihren Ferien während eines Trips einen Abstecher zu dem Vergnügungspark zu machen und als eine Art Mutprobe und um das Geld für ein Motel zu sparen die Nacht im Dark Ride zu verbringen.
Auf dem Weg dorthin sammeln sie noch die extrem schräge Tramperin Jen auf, die sich nur allzugerne auf den schrägen Trip einlassen will.
Angekommen am Ort des Geschehens nimmt die Story dann ihren üblichen Lauf. Gruppe erzählt sich unheimliche Geschichten; Gruppe zerstreitet und trennt sich; Einer nach dem Anderen verliert sein Leben.
Der Film ist gefüllt von den mittlerweile typischen und oft gesehenen Elementen eines Teeny-Slashers. Sex, Drugs und ziemlich banale Story.
Nach der Einführung, bei welcher der Film Rob Zombies "Haus der 1000 Leichen" oder der allzu oft gesehenen TV-Werbung in der 2 schrill kreischende Mädels in einer Geisterbahn die schlimmsten Albträume erleben, als ihnen kleine männliche Puppen eröffnen, dass sie schon ihre E-Mails lesen können,zu ähneln scheint , wird der Film, immer durchschaubarer.
Einem eingefleischtem Fan solcher Filme dürfte das zwar kein allzu großer Dorn im Auge sein, allerdings Jemandem, der sich gerne auf ein spannendes eineinhalb Stunden Erlebnis einstellt schon eher.
Im Grunde ist ab dem Zeitpunkt als die Gruppe Jugendlicher den ersten Tankstop einlegt schon eindeutig wer von der Gruppe tiefer in diese Geschichte verwickelt ist und mehr weiß als er bis zum großen Finale zugeben will.
Natürlich läuft der Film nach Schema F ab, bei dem wie spätestens seit Scream bekannt und tausendfach wiederholt, die Überlebenden sich am Ende voller Freude in die Arme fallen und "widererwartens" dann doch ins Messer rennen, denn da gibt es ja noch den großen Unbekannten, bei dem wie schon erwähnt von Beginn an klar sein dürfte, dass er etwas zu verbergen hat und die gesamte Geschichte inszeniert und ins Rollen gebracht hat.
Die Machart des Filmes ist soweit akzeptabel. Die Location, der Story entsprechend gut gewählt und so düster und schreckhaft wie nötig gestaltet. Die Tiefsinnigkeit der Dialoge, sowie überraschende Handlungsabfolgen sind glücklicherweise in diesem Film nicht vorhanden, da zumal auch überflüssig. Diese würden den stupiden Film der sich durchweg an einem simplen roten Faden ohne Höhen und Tiefen über die Zeit rettet nur noch weniger erträglich machen. Vielmehr hält er sich an die simplen Charakterzüge eines neuzeitigen Slasher Films.
Es gibt eine gewisse Anzahl halbwegs ansprechender Frauen, immerspitze Typen, sowie den krassen Außenseiter, viel Drogenkonsum der nur von der Vielzahl blöder und unnötiger Kommentare zahlenmäßig übertroffen wird und zu guter letzt gibt es die erwarteten Sexszenen an den unmöglichsten Orten und zu den unmöglichsten Zeiten.
Spannung kommt in dem Film zu keinem Zeitpunkt wirklich auf und auch das Ende ist schnell, abrupt und sehr ideenlos. Einzig kann man dem Film zu gute halten, dass man beim Ende nicht versucht hat den Höhepunkt hinauszuzögern, indem man versucht ihn besonders spektakulär einzuleiten und zu gestalten. Den auch am Schluss hält man sich an den Stil, nachdem der Film zuvor komplett gedreht wurde, nämlich schnell, unspektakulär und ohne Höhen und Tiefen.
So flimmert nach ein wenig mehr als 90 Minuten der Abspann über die Mattscheibe und man kann getrost den "Ausknopf" auf seiner Fernbedienung drücken und sich glücklich schätzen, wenn man sich den Film nur ausgeliehen und nicht erworben hat.
Wenn überhaupt ist der Film für einen Partyabend mit vielen Leuten und wenig Anspruch geeignet. (2/10)