Die hier zu Lande wohl besser unter dem Namen bekannten „Geisterbahnen“ bieten das Hauptelement in „Dark Ride“. Selbstverständlich zählen du den Dark Rides auch alle möglichen Fahrgeschäfte sämtlicher Thematiken. Aber was würde sich besser für einen Film anbieten als eine Art Geisterbahn.
Die Vorgeschichte ist schnell erzählt. Zwei Zwillinge im Kindesalter werden im Jahre 1989 in eben genau diesem Dark Ride auf bestialische Art und Weise ermordet bzw. zerschnippelt. Jahre später beschließen (mal wieder) ein paar Jugendliche Ihre erste Nacht on Tour anstelle in einem Motel in dieser kurz vor der Eröffnung stehenden Geisterbahn zu verbringen. Was als Spaß und kleine Verarsche beginnt, endet jedoch im bitteren Ernst...
Wäre es vermutlich nicht mind. der hundertste Aufguss eines Filmes in dem sich ein paar Jugendliche etwas mysteriösem und unheimlichen stellen, so hätte man vermutlich aus der Story noch ein klein wenig mehr rausholen können. Jedoch verliert der Streifen nach bereits kurzer Zeit massiv an Spannung. Dies mag wohl auch daran liegen dass sich ab der zehnten Minute bis zur fast vollendeten ersten Stunde nicht allzu viel tut. Umso schneller geht die anschließende Schlachterei dann jedoch von statten. Die betreffenden Szenen sind sehr blutig und Splatter – Fans könnten daran auch durchaus ein klein wenig Freude haben. Das wiederum war es dann auch schon wieder an positiven Aspekten die „Dark Ride“ zu bieten hat.
Die Darsteller sind nämlich, selbst für diese Art von Film, nicht wirklich gut. Insbesondere in den zum Glück wenigen Nahaufnahmen konnten sie zumindest mich nicht so wirklich überzeugen. Lediglich der etwas ruhige und besonnen Film – Freak machte eine durchaus gute Figur. Das Monster an sich bekam man während der gesamten Laufzeit sowieso nie so richtig zu sehen (mal abgesehen von der Szene in der psychiatrischen Anstalt) – angesichts der sonst doch brutalen Szenen doch ein klein wenig verwunderlich.
Im Endeffekt ist „Dark Ride“ ein Film den man sich durchaus mal ansehen kann. Leider verliert er zwischendurch doch deutlich an Spannung, was er auch im relativ kurzen Schlussteil nicht mehr reinholen kann. Er ist schön blutig und auch gar nicht mal so schlecht inszeniert. Jedoch fehlt es dem Film an etwas eindrucksvolleren Charakteren und zumindest ein paar wenig mitreißenden Szenen.