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Und wieder Puppenhorror aus dem Hause Charles Band/Full Moon. Diesmal kommen ein paar unterschiedliche Personen aus unterschiedlichen Gründen in einem Spielzeuglager zusammen, in dem ein Dämon auf seine Wiedergeburt wartet und in der Zwischenzeit dem Spielzeug Leben einhaucht, welches seinerseits versucht, den Menschen in dem Lager das Leben auszuhauchen.

Eine simple Story, einfach gestrickte Charaktere und einige blutige Effekte sind die Hauptzutaten dieses Streifens. So haben wir als weiblichen Hauptcharakter eine Polizistin, die kurz nachdem sie ihrem Freund von ihrer Schwangerschaft berichtet hat, diesen Freund durch ein paar Kriminelle verliert und diesen in besagte Spielzeuglagerhalle folgt. Des Weiteren treiben sich dort ein fauler Klischeewächter, der sich gerne mal ein weiteres Produkt aus der Charles Band Schmiede während der Arbeit zu Gemüte führt, ein aufmüpfiger Klischeerockerteenager und eine von zu Hause ausgebüchste Klischeeteenagerin herum.
Die Schauspieler erfüllen hierbei ihren Soll, bleiben aber sicherlich keinem wegen ihrer Leistungen lange im Gedächtnis hängen.

Nachdem die Figuren ein- und zusammengeführt wurden, geht es auch gleich ordentlich zur Sache. Das Spielzeug erwacht und treibt sein blutiges Spielchen. Hierbei sind besonders erwähnenswert das Baby, welches immer einen flotten Spruch ala Chucky auf den Lippen hat, der teuflisch grinsende und lachende Springteufelclown, der gar nicht so kuschelige Teddybär und der feuernde Roboter. Diese Figuren wurden glaubwürdig in Szene gesetzt und können den ein oder anderen Gruselpunkt für sich verzeichnen.
Auch die blutigen Werke der kleinen Lümmel finde ich gelungen. Vor allem die fiesen Beißereien des Springteufels und des Teddys sind recht derbe und durch das durch Euro und Bein gehende Lachen des Clowns noch wirkungsvoller.

Leider geht dem Film gegen Ende, als es zur Klärung der Hintergründe für die Geschehnisse in der Lagerhalle kommt, die Puste aus und auch das ziemlich an den Haaren herbeigezogene Finale (Stichwort: Ungeborenenduell) hat mich weniger vom Hocker gehauen.
Auch gibt es einige Dinge, die nur wie Füllwerk wirken, wie diese komischen Phantomkinder, die mit Gasmasken auf Dreirädern durch die Gegend heizen oder die Halluzination des Playmates (Tittenquote).

Naja, trotz allem kann man sich den Film gut anschauen, wenn grad nichts besseres zur Hand ist. Ich würd ja gerne mal das geplante (oder ist es schon verwirklicht worden?) Aufeinandertreffen der Demonis Toys mit den Figuren des Puppetmaster sehen, wobei ich klar auf der Seite von Blade und Konsorten stehen würde und auch aus filmischer Sicht bleiben die dämonischen Spielzeuge hinter den Vorbildern zurück.

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