Jeder hat mal klein angefangen, so auch Drehbuchautor David Goyer. Doch „Demonic Toys“ zeigt, dass der Mann mit düsterer Comicaction wie „Blade“ oder „Batman Begins“ besser fährt als mit Horror-Gewusel.
Scheinbar wurde das Essen im Hause Goyer knapp und es musste schnell Geld in die Haushaltskasse, denn anders kann man sich dieses bekloppte Auftragsscript schwer erklären. Gleich zu Anfang wird man mit Klischeecharakteren nahezu erschlagen: Da ist das Pärchen von Undercover-Cops, er wird natürlich erschossen kurz nachdem sie ihm gesteht, dass sie schwanger ist. Die Mörder sind zwei Bilderbuchmafiosi, da schreit man schon lauthals „Klischees“ – und das noch bevor der obligatorische fette Wachmann auftaucht.
Einer der Mafiosi wird angeschossen und flieht mit seinem Kumpan in ein Lagerhaus, Judith Gray (Tracey Scoggins), die Polizistin, dicht auf den Fersen. Leider hat der Angeschossene die ausgesprochen dumme Idee in einem rituellen Opferkreis zu verbluten, was einem in dem Lagerhaus hausenden Dämon neue Kraft gibt. Dieser hetzt Spielsachen auf die Menschen…
„Demonic Toys“ ist hanebüchen bis zum Exzess und durch die Logiklücken passen ganze Spielzeuglaster. Was diese komischen Aufpassergeister sollen, weiß wohl nur David Goyer, aber das verrät er ebenso wenig wie die meisten anderen Hintergrundinformationen. Der Dämon ist einfach da, ist einfach böse und erzählt nur minimal was über seinen Background. Unglaubwürdigerweise mutiert hier selbst ein Lieferjunge zum Aushilfsrambo, um am Ende haufenweise Spielzeug zu plätten, während er und die anderen zuvor selbst vor ein oder zwei Plastikpuppen Reißaus nehmen mussten. Und woher der monströse Erklärbär am Ende kommt, wenn der Dämon eigentlich nur die vorhandenen Spielzeuge in Besitz nimmt, das fragt man besser nicht.
Also Glaubwürdigkeit oder Erklärungen gibt es hier nicht, stattdessen spielt man das übliche Zehn-kleine-Negerlein-Spiel, das absolut vorhersehbar ist, da man spätestens nach der zehnten Minute sagen kann, wer hier überlebt. Das Finale wird mal wieder nur dank Freund Zufall gewonnen und leider ist die ganze Chose im Gegensatz zu „Chucky“ und Co. nie wirklich gruselig. Die paar derben Effekte machen die Sache auch nicht besser, aber immerhin die Puppentricks sind wirklich gelungen und sehen schick aus.
Die menschlichen Knallchargen werden jedoch von jedem der Plastikkumpane an die Wand gespielt, auch wenn Tracey Scoggins und Bentley Mitchum immerhin etwas Talent mitbringen. Doch auch sie sind bloß mittelmäßig, vom grauenhaften Rest der Darsteller ganz zu schweigen.
So bleibt letzten Endes ein nie gruseliges Kasperltheater, das immerhin mit guten Puppentricks und ein paar ordentlichen Goreeffekten aufwarten kann. Doch angesichts der hanebüchenen und langweiligen Story hilft das auch nichts.