Review

Rowan Atkinson stellt eine mehrfache Mörderin als Haushälterin ein.

Story:
Pfarrer Walter (Rowan Atkinson) lebt mit seiner Familie ein einem kleinen Dorf und führt ein glückliches Leben. Denkt er zumindest. Seine Frau Gloria fühlt sich vernachlässigt und beginnt eine Affäre mit ihrem Golflehrer Lance (Patrick Swayze), Tochter Holly probiert sämtliche Jungs durch und Sohn Petey darf als Prügelknabe in der Schule herhalten. Und dann gibt's da auch noch eine alte Haushälterin namens Grace (Maggie Smith), die Walter engagiert hat. Sie hilft allen Familienmitgliedern scheinbar, ihre Probleme zu lösen. Allerdings werden dabei die Menschen in ihrer Umgebung arg in Mitleidenschaft gezogen...

Zunächst sollte einem einmal Folgendes bewusst sein: Rowan Atkinson spielt zwar mit, er ist aber kein Mr. Bean und auch kein Johnny English. Wer also Slapstickorgien erwartet, geht bei diesem Film leider leer aus. Vielmehr ist er hier ein gutmütiger Trottel, der eigentlich gar nicht wirklich mitbekommt, was da so um ihn herum passiert. Das artet manchmal in komischen Situationen aus, meistens ist er aber doch relativ ernst.

Viel besser kommt da schon Maggie Smith rüber, die nicht nur mit schlagkräftigen Argumenten agiert, sondern auch noch eine ganze Reihe ziemlich fießer Sprüche auf Lager hat. Genau das macht auch den Reiz des Films aus. Es ist eben typischer, zynischer englischer Humor und der lässt sich nicht so ohne weiteres ins Deutsche übertragen, auch wenn man sich viel Mühe mit der Synchro gegeben hat.

Das Hauptproblem, warum "Mord Im Pfarrhaus" nur im oberen Mittelfeld landet, ist aber schlicht und ergreifend die zu geringe Anzahl an Brüllern. Über manche Abschnitte passiert einfach zu wenig oder es wird zu viel gefaselt. Hätte man noch ein paar Brüller der Marke "Er sagte etwas von Down Under" eingebaut, wäre eine höhere Wertung ohne Probleme möglich gewesen.

An der schauspielerischen Leistung liegt es aber auf keinen Fall, die ist von allen Beteiligten sehr gut. Allen voran natürlich Maggie Smith als geistesgestörte "Koffermörderin", aber auch Patrick Swayze als unangepasster Amerikaner macht eine sehr gute Figur.

Fazit: Ein paar mehr derbe Sprüche und der Film wäre noch viel unterhaltsamer gewesen. So vergingen die knapp 100 Minuten doch streckenweise eher schleppend. Für die Originalversion kann man noch mal einen Punkt dazurechnen.

7 von 10 Punkten (deutsche Version)
8 von 10 Punkten (Originalversion)

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