Rick Rosenthals „Devlin – Blutige Intrige“ ist ein gelungener Copthriller mit einigen Darstellern aus Hollywoods zweiter Reihe.
Frank Devlin (Bryan Brown) ist ein Cop, der nun schon fünf Jahre Mitglied der Anonymen Alkoholiker ist und zuvor schwer alkoholsüchtig war. So ruft ihn auch ein anderer Polizist mit dem Wunsch an, Devlin solle seinen einen alkoholsüchtigen Verwandten davon überzeugen, sich auch in Therapie zu bewegen. „Devlin“ stellt seinen gleichnamigen Protagonisten in kleinen Schritten vor und führt in langsam ein, ohne dabei sein Tempo zu verlieren.
Zur gleichen Zeit passiert an anderer Stelle schreckliches: Ein zugedröhnter Drogendealer stürmt das Hotelzimmer des Bürgermeisterkandidaten Jack Brennan (Mark Melymick) und erschießt ihn ebenso wie eine anwesende Prostituierte. Pikanterweise ist er Devlins Schwager; allerdings ist Devlin schon seit mehreren Jahren von seiner Frau geschieden und zudem mit Bill Brennan (Lloyd Bridges), Jacks Vater, schwer verkracht. Durch diese ganzen familiären Verbandlungen bekommt der Plot von „Devlin“ zusätzliche Würze, die zudem auch noch sehr wichtig für die herrlich unvorhersehbare Story ist.
Die Ermittlungen schreiten zügig voran und bald hat man den Dealer gefasst, der zu Devlins Spitzeln gehört. Devlin erhält einen seltsamen Anruf, er solle dabei sein, wenn der Dealer ins Gefängnis eingeliefert wird – nur um zu sehen, wie ein Mörder den Dealer erschießt und anschließend selbst im Kugelhagel stirbt. Dies alles ist jedoch teil einer Verschwörung, die Devlin als Drahtzieher des Mordes hinstellen will. Von allen gehetzt, muss er nach der Wahrheit suchen...
„Halloween 2“-Regisseur Rick Rosenthal hat mit „Devlin“ einen wirklich spannenden Copthriller mit einer recht guten Handlung erdacht. Denn auch wenn der Zuschauer schon recht schnell ahnt, aus welcher Richtung der Wind weht (genau wie Devlin selbst), kommt erst im Finale die volle Wahrheit ans Licht. Auch die restlichen Wendungen sind allesamt ziemlich gut erdacht und überraschen teilweise. Das Tempo ist zwar nicht allzu hoch gewählt, passt aber gut zu dem Film.
Kritik muss an „Devlin“ allerdings auch geübt werden, denn der Film hat einen Makel: Er ist einfach etwas zu unspektakulär. So wird es trotz recht spannender Story zwischendurch ein wenig müßig dem Film zu folgen, da er etwas zu trist daherkommt. Die Figurenzeichnung hingegen ist stimmig, abgesehen von Devlins verrückter Ex-Frau, die ziemlich nervt, aber zum Glück nur eine Minirolle einnimmt.
Actionfans sollten von „Devlin“ keine großen Schauwerte erwarten, da der Film ziemlich actionarm: Eine Verfolgungsjagd hier, eine Prügelei da sowie ein paar Schießereien. Die sind eher unspektakulär, aber dafür sehr realistisch gehalten und bieten zudem ein paar wirklich blutige Einschüsse, aber dennoch ist „Devlin“ ein Copthriller und kein Actionfilm.
Bryan Brown macht seine Sache als Hauptdarsteller ebenso gut wie Lloyd Bridges, der innerhalb der Besetzung der Bekannteste ist. Auch die restlichen Nebendarsteller agieren durch die Bank weg überzeugend.
Alles in allem ein kleiner, aber gut erdachter und spannender Copthriller, der aber etwas unspektakulär daherkommt.