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Durch die Verklappung einer gefährlichen Chemikalie im Trinkwasser sind mehrere Personen zu übermenschlich starken Psychopathen mutiert. Die Betreiber der Wasserwerke fürchten um ihren guten Ruf und setzen deshalb den Knacki Emilio Gonzalez auf die Sache an, dem nun die vorzeitige Entlassung winkt, falls er es schafft, die besagten Zielpersonen innerhalb von drei Tagen ohne den Einsatz tödlicher Gewalt zu neutralisieren. Zu diesem Zweck wird er mit einer speziellen Betäubungs-Pistole ausgestattet und unter dem Codenamen "Z-Man" auf die Jagd nach den Freaks geschickt. Der Kampf mit den Supermenschen gestaltet sich schon schwierig genug, doch dann muss Emilio auch noch erfahren, dass seine Auftraggeber ihn linken wollen und bereits planen, ihn nach der Erfüllung seines Auftrags still und leise zu beseitigen... Bei "Z-Man" handelt es sich um die billig hingestümperte Filipino-Actiongülle-Variante von Ridley Scotts "Blade Runner", aus der man ganz einfach nur den Science-Fiction-Anstrich subtrahiert hat, damit man den Mist billig in irgendeiner verfallenen Abriss-Bude samt der dazugehörigen Kiesgrube runterkurbeln konnte. In Ermangelung aufwendiger Sets und Spezial-Effekte ist es da mit den Schauwerten folglich nicht weit her und das gesamte Erscheinungsbild lässt einen mal eher nur noch erschaudern. Miese Schauspieler, dümmlich-einsilbige Dialoge und stupide Einfälle, bei denen einem glatt die Spucke wegbleibt, bestimmen derweil weitestgehend den Inhalt dieses durch und durch schwachsinnigen Machwerks, bei dem der Part von Rutger Hauer übrigens von einem ulkigen Parade-Transvestiten übernommen wird, der dem Zuschauer mit seinem offen zur Schau gestellten Marilyn Monroe-Fimmel arg auf die Nuss geht. Da Regisseur und Drehbuchautor Rico Maria Ilarde das Hollywood-Vorbild aber offensichtlich nicht so richtig kapiert hat und dem Ganzen da im Vorfeld irgendwie der Plot abhanden gekommen zu sein scheint, wird der Großteil der Laufzeit damit über die Runden gebracht, das schlappe Abziehbild eines Helden Emilio Gonzalez (den Hauptdarsteller Toby Alejar übrigens als bizarres Mittelding zwischen schmierigem Macho und weinerlichem Waschlappen zum Besten gibt) die chemisch verseuchten Spackos abfrühstücken zu lassen, bevor dann das Auftauchen einiger gedungener Auftrags-Killer endlich den erlösenden Showdown ankündigt. Die hemdsärmelige Action in den unfotogenen Ruinen ist allerdings so öde, dass diese breit ausgewalzten Episödchen noch nicht mal guten Gewissens als "Set-Pieces" durchgehen. Ein paar brutale Momente, die einen zu Beginn und im Finale wohl kurz aufmerken lassen sollen, reißen da auch nichts mehr raus. Kurzum, "Z-Man" ist unsählich mies und lässt einen wehmütig an den - zumeist unterhaltsameren - Müll zurückdenken, den solche "Könner" wie Eddie Romero und Cirio H. Santiago einst auf den Philippinen runtergekurbelt haben...

2/10

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