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Wenn eine Filmwelle sich totgeritten hat, dann kommen die Nachzügler mit Selbstironie und parodistischem Unterton an, um noch einmal frisch und hip zu wirken. So ist es der Fall bei MAD STYLIST, der mit deutlich westlichen Pulp-Einflüssen noch einmal als Nachhut der Cat. III Serienkillerschocker, die Anfang bis Mitte der 90er in Hongkong die Kinoleinwände rot färbten, punkten will. Doch ein Menschen mordender Friseur ist so exzentrisch und trashig, dass er kaum als würdiger Erbe diverser kannibalischer Metzger oder Serienvergewaltiger durchgehen kann. Die Darstellung einer geistig Zurückgebliebenen ist sogar noch fragwürdiger und schlechter gelungen - da war ja selbst RED TO KILL in der Hinsicht sehr viel glaubwürdiger. Die Humorversuche nehmen dem ohnehin an mindestens einer Stelle klar erkennbar geschnittenen Film nur noch mehr Härte.