Jeanne, ihr Mann Guy und die zwei Kinder Molly und Lucy ziehen von der Stadt aufs Land. Die Familie hat einen schweren Schicksalsschlag zu verdauen, da ihre jüngste Tochter zu Tode kam. Nun wollen sie das alles hinter sich lassen und neu beginnen. Guy hat in dem kleinen Städtchen einen guten Job gefunden und leitet das „Windmühlen-Projekt". In Zukunft will er die guten Bedingungen, die in der Region herrschen, nutzen, um das Städtchen mit umweltfreundlicher Energie zu versorgen. Die meisten der Dörfler sind davon angetan. Nur Gretchen Caswell äußerst mehrmals ihre Bedenken, doch die spinnerte ältere Dame wird eh nicht sonderlich ernst genommen. Doch schon in den ersten Nächten kann Jeanne nicht schlafen, da sie Stimmen hört, die anscheinend aus dem Wald gegenüber kommen. Als ihr Mann ihr nicht glauben will, recherchiert sie selbst weiter und findet heraus, dass dort vor 250 Jahren ein kleines Mädchen verschwand, die genau wie ihre Tochter auch Lucy hieß. Seitdem soll die Mutter immer noch in dem Wald herumspuken und ihre Tochter suchen, da sie sonst keine Ruhe findet. Und was hat der leicht verrückte Nachbar Joans Dodd zu verbergen? Als Jeannes kleine Tochter Lucy ein Dokument findet, das sehr Überraschendes enthält, gerät sie immer mehr in Gefahr.
„The Legend of Lucy Keys" ist der klassische „ganz nett"-Film. Man kann ihn nicht niedermachen, weil er solide Spannung aufbaut und den ein oder anderen gute Schockeffekt enthält. Auch die Wendung mit dem Schriftstück war nicht zu erwarten und verschafft dem Film einen Pluspunkt.
Insgesamt gibt es in dem ganzen Streifen aber eigentlich nicht ein einziges Element, das man nicht schon mal in irgendeinem anderen Film dieser Machart gesehen hat. Immerhin sind die Effekte ganz ansehnlich gestaltet.
Julie Delpy bleibt in ihrer Rolle blasser als der Geist selbst und schrammt nur knapp am Overacting vorbei. Irgendwann kann man ihr weinerliches Gesicht kaum mehr ertragen. Einen sehr guten Job erledigen die Nebendarsteller, insbesondere Mark Boone Junior spielt den geisteskranken Nachbarn vorzüglich.
Wie bereits erwähnt - zerreißen kann man den Film nicht, denn er ist durchaus einigermaßen gut inszeniert und auch der Score weiß zu gefallen. Doch hat man andere Filme dieser Machart schon gesehen, kann man sich „The Legend of Lucy Keys" auch schenken.
Für Menschen, die schon bei einem Blitz erschrecken, könnte der Streifen noch Panik hervorrufen. Der geübte Horrorfan wird hierüber allerdings nur müde lächeln....