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THE DAY OF THE TRIFFIDS ist eine britische TV-Serie der BBC, die 1981 erstmals ausgestrahlt wurde, allerdings noch nie im deutschen TV. Die sechsteilige Serie à 25 Min. basiert, wie der 1962 gedrehte gleichnamige Kinofilm von Steve Sekeley auf dem Buch von John Wyndham.
Die TV Adaption ist ein typisch englisches Produkt der damaligen Zeit, rein Optisch wird man sofort in die alten Fernsehserien aus dem Königreich versetzt, aber gerade die britischen Produktionen glänzten durch durchdachte und spannende Serien (z.B. Die Dreibeinigen Herrscher). Da sowohl auf Video (Innenszenen) als auch auf Film (Außenszenen) gedreht wurde, ist ein Unterschied zwischen Innenaufnahmen gegenüber den Außenaufnahmen zu sehen , was jedoch im erträglichen Rahmen ist und besagte Reminiszenzen an die “gute alte Zeit” aufkommen lässt.

Inhalt:
Nahezu die ganze britische Bevölkerung ist durch einen Meteoritenschauer der sich in der Nacht ereignete erblindet. Nur einige wenige konnten durch Zufall ihr Augenlicht retten wie Bill Masen (John Duttine). Bill arbeitete auf einer Triffid-Farm auf der er von einer der “Triffids” angegriffen wurde (riesengroße Pflanzen, die bei Gefahr ein Gift verspritzen). Nachdem Bill im Krankenhaus erwacht ist (übrigens die Anfangsszene der ersten Folge, warum die Triffids gezüchtet werden und woher sie kommen, wird im laufe der ersten Folge erklärt), wartet er auf die Abnahme des Augenverbands, während er einige Gedanken und Notizen in einen Kassettenrekorder spricht. Das Krankenhauspersonal ist wie die meisten Menschen erblindet, in Panik versuchen die Menschen ihrer Lage Herr zu werden. Bill hat, da weder Krankenschwester noch Arzt aufzutreiben sind, eigenhändig den Verband abgenommen - immerhin kann Bill nun wieder sehen. Ein umherirrender Arzt bittet Bill um Hilfe und will wissen was passiert ist, doch auch Bill weiß keine Erklärung. Auf den Straßen Englands herrscht derweilen Anarchie und Chaos; Menschen plündern und bestehlen sich gegenseitig, Frauen werden attackiert und gejagt. Auf seiner Suche nach weiteren Menschen überrascht Bill einen Mann, der eine junge Frau namens Jo(sella) Payton (Emma Relph) wie einen Hund an sich gebunden hat - als Führhund sozusagen! Bill überwältigt den Mann und zusammen mit Jo macht er sich auf durch das Kriegsähnlich verwüstete England.
Während sich die Triffids rapide vermehren, untereinander kommunizieren und über Intelligenz verfügen, versuchen die weinigen Überlebenden den Kampf gegen die tödlichen Pflanzen aufzunehmen.
Militante Bürgerwehren werden hastig aufgestellt, in einem Auffanglager der Armee diskutiert man über gezielte Kinderzeugung um so dem Aussterben der Bevölkerung entgegenzuwirken. Bill wird von einer militanten Gruppe verschleppt und von Jo getrennt. Von seinen Entführern erfährt er, dass er eine Gruppe von blinden führen soll, die ohne ihn hilflos wäre. Die Gruppe hat vor die wenigen sehenden aufzuspüren, um so effektiv die Katastrophe in den Griff zu kriegen und ein Mindestmaß an Zivilisation aufrecht zuhalten. In der näheren Umgebung versucht Bill’s Truppe Ausrüstung und Proviant aufzutreiben, doch auf dem Rückweg werden sie von einer kriminellen Gang angegriffen und beschossen. Bill kann sich befreien und entkommt der Schießerei. In einem verlassenen Haus trifft er ein kleines Mädchen deren Eltern bereits tot sind, gemeinsam mit dem Mädchen macht sich Bill auf um nach Jo zu suchen und einen Weg zur Vernichtung der Triffids zu finden. Mit einer selbstgebauten “Laserpistole” hat Bill eine wirkungsvolle Waffe im Kampf gegen die Triffids entwickelt.

Die Umsetzung der Serie ist unter den damals gängigen BBC Bedingungen entstanden (geringes Budget, einfache Modelle / SFX usw.) kann aber durch die spannende Geschichte und dem trostlosen Weltuntergangsflair der jede Folge umgibt, gehörig punkten. Die Darstellung der von Gewalt und Wahnsinn verseuchten Gesellschaft ist ungewöhnlich drastisch und wirkt sehr realistisch und beklemmend. Die menschenleeren Straßen und umherliegenden toten prägen das düstere Szenario zusätzlich. Ähnliche Serien sucht man, vor allem heutzutage leider vergebens.

THE DAY OF THE TRIFFIDS ist ein echter Geheimtipp für Kenner des alten BBC Universum der kruden Eigenproduktionen.
Ein echtes Juwel der britischen Fernsehunterhaltung das zeigt, das eine gute Story, gute Darsteller und eine stimmige Atmosphäre entscheidender für eine gelungene Serie sind, als die aalglatten und Stereotypen Klischeeproduktionen der Gegenwart.

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