Der Schnittbericht wurde erstellt anhand der TV-Ausstrahlung auf arte am 5.6.2009. Hier wurde der Film durch ein paar größere Handlungsschnitte von ursprünglich 110 Minuten (Kinofassung, auch auf DVD so erhältlich) auf ein 90-Minuten-TV-Format heruntergekürzt. Möglicherweise wurde diese Fassung schon von der Produktionsfirma so bereitgestellt.
In der TV-Fassung finden sich inmitten des Film nun 9 Schnitte mit einer Fehlzeit von 17 Minuten und 39 Sekunden (1058,72s).
Die Kürzungen im Detail (Zeitangaben von arte):
0:19:31Leonhard will sich bei Anja entschuldigen. "..Du bist noch schöner geworden."
Bei arte wird nun bei Ansicht auf Anja eher abgeblendet. Es fehlen wechselseitige Ansichten auf Anja und Daniel, die man draußen beim Spielen sieht - und auf Anja drinnen, die nachdenkt.
Sie spricht quasi mit sich selbst. Man hört eine Stimme: "Das meiste ist geschafft. Nun wird alles leichter." Anja: "Was wird leichter?" Die Stimme: "Das Leben. Dein Leben." Anja: "Es ist doch leicht." Stimme: "Das denkst du." Anja: "Ja, das denke ich. ... Ja, ist es denn nicht wahr?"
Weiter in beiden Fassungen mit nächster Szene: Anja und Leonhard sind bei Jan und Marlene. (Bei arte wird ein bisschen später eingeblendet.)
49,40s
0:37:22Marlene erinnert sich an ihre Trennung mit Leonhard. "..Weil er mit mir zusammenleben will!"
Szene, die danach fehlt: Marlene in der Kantine. Eine andere Krankenschwester setzt sich zu ihr: "Guten Morgen, meine liebe. Ganz allein? Jan steckt faul im Bett? ..Alles klar? Siehst müde aus. Viele Abgänge (?) gehabt?" Sie bietet Marlene Zigaretten an. Marlene lehnt ab und schüttelt den Kopf: "Vielen Dank. Ich versuch's grade mal wieder zu lassen. ..Und? Noch nicht weit weg in Urlaub?" Die Krankenschwester schüttelt den Kopf. Marlene: "Bist du schon mal in Florida gewesen?" Die Krankenschwester: "Nee. Wollt ihr etwa dahin?" Marlene: "Nein, wir haben keine passenden Flüge mehr gekriegt. ..Wir fliegen nach Südafrika. Aber Florida, das hätt' mich interessiert." Die Krankenschwester lacht: "Das Rentnerparadies! ..Jan wird dir noch früh genug alt. Flieg lieber auf die Bahamas. Barbados war ich zweimal. Palmen bis zum Abwinken. Jede Menge Singles.."
Szenenwechsel - Meer, Strand (Südafrika). Anja schwimmt in einem Pool. Marlene und Jan sind auch zu sehen.
Jan zu Marlene: "Kommst du mit joggen?" Marlene: "Gott bewahre! Viel zu heiß! Frag doch Anja." Jan: "Wenn du meinst." Im Hintergrund ist Leonhard beim Telefonieren zu hören: "Zwei Stück, ja? Und die lassen sich auf dem Rücken treiben und auf ihrem Bauch haben sie einen Stein, auf den klopfen sie. Mit den Muscheln. Bis sie aufspringen." Währenddessen geht Jan zu Anja an den Pool und will sie wohl spaßeshalber 'tauchen'. Anja lacht: "Spinnst du?" Jan: "Kommst du mit laufen?" Leonhard wieder zu hören: "Schlau, nicht wahr? Das sind keine dummen Tiere." Marlene beäugt unterdes Jan und Anja. Anja verlässt den Pool, um mit Jan mitzugehen. Jan: "Brauchst du keine Schuhe?" Anja: "Nee, ich lauf' so." Leonhard wieder: "Die Oma soll mit ihr in den Zoo gehen, ja? Sag ihr das. ..Sie soll mit ihr in den Zoo gehen und die Seehunde ansehen, dann verstehst du besser, was ich dir sagen will. Ja?"
Nächste Szene. Jan und Anja sind vom Joggen zurück. Jan zu Leonhard, der neben ihnen ist: "Was heißt'n hier Chaos?" Leonhard: "Das hier. Das hier ist Chaos!" Er deutet auf den Esstisch in der Ferienwohnung. Jan: "Das ist doch kein Chaos!" Leonhard: "Und was ist deiner Meinung nach Chaos?" Jan: "Chaos..?" Marlene dazu: "Achtung, jetzt kommt wieder eine seiner 'Nebelkerzen'." Unterdessen decken alle den Tisch auf. Jan weiter: "Chaos ist der Zustand, in dem es gleich wahrscheinlich ist, dass der Kamm in der Bürste - oder in der Margarine steckt." Marlene lacht. Leonhard: "In so einer beliebigen Welt willst du leben.." Jan: "Welt! Welt..Wel..Welt! Immer gleich Welt! Du musst ja nur das Haus mit uns teilen." Leonhard: "Das siehst du allerdings mal realistisch." Jan: "Du und dein Realismus. ..Weißt du, was Buddha dazu sagt?" Leonhard: "Nein, sag's mir. Sag mir, was Buddha sagt." Jan: "Buddha, ja, oder eben einer von denen sagt, 'Ein Realist sagt, in diesem Raum befinde sich kein Rhinozerus.'" Leonhard: "Das sagt Buddha..?" Jan: "Der Realist sagt das. ..Der ..(?) sagt, man kann es nur noch nicht sehen." Die Frauen lachen. Leonhard: "Das ist Quatsch! Totaler Blödsinn. Der Realist weiß, dass es unvorhersehbar ist, dass das Unvorhersehbare nicht das Maß ist, woran die Wirklichkeit gemessen wird." Jan: "Du hast ja Recht. Ich hab' den Witz vergessen. ..Wer kommt mit schwimmen?" Marlene und Anja fast gleichzeitig: "Ich! ..Wir!" Jan, Marlene und Anja springen guter Laune in den Pool. Leonhard steht zuerst noch etwas nachdenklich herum. Dann geht auch er zum Pool und geht mit voller Kleidung hinein. Die Frauen kreischen.
Szenenwechsel. Es ist Abend. Jan, Marlene, Anja und schließlich Leonhard vor dem Pool. Anja: "Wieso springt der nicht einfach aus'm Topf?" Jan: "Naja, der Frosch hat nie in seinem Nervensystem die Fähigkeit entwickelt, langsame Temperaturveränderungen zu spüren. Weil das für ihn nie von lebenserhaltender Bedeutung war. Also schwimmt er weiter in dem Topf, die Temperatur steigt und steigt - er schwimmt, bis er gekocht ist." Anja schüttelt es: "Wie kann man nur so ekelhafte Experimente machen? ..Warum bist du eigentlich Chirurg geworden?" Marlene: "Na, bei dem Vater.." Anja: "Also wie bei Leonhard. Der Sohn folgt dem Vater." Marlene: "Nein. Früher.. da hat er sich in die Autopsie gestürzt. ..(?) ist der Weg zum Verlust des Glaubens." Jan: "Alles was ist, ist um seiner selbst willen da." Leonhard: "Ist das von dir?" Jan: "Nein, Büchner, Georg Büchner." Leonhard: "Na, ich weiß, wer Büchner ist. Aber woraus zitierst du?" Jan: "Vergessen. Aber mich hat das zur Medizin gebracht." Anja: "Und was hat'n deutscher Dichter mit der Entscheidung für Medizin zu tun?" Jan: "Büchner ist jung an Typhus gestorben. Er hat sich wohl beim Aufschneiden von Fischpräparaten infiziert, oder so. Er war davon besessen, den einzelnen Nerv zu isolieren. Was ist der Körper, denkt man ihn vom Nerv her..?" Leonhard: "Und zu welchem Schluss is' er gekommen?" Jan: "Dass das Leben sich selbst genug ist und keinen äußeren oder höheren Zwängen gehorcht." Leonhard: "Diese Eingeweide-Schau führt doch zu einem hemmungslosen Egoismus." Jan: "Gar nicht. Im Gegenteil. Im Inneren der Körper war die Gleichheit aller Lebewesen praktisch mit den Händen greifbar. Der gemeinsame Bauplan wurde da vollkommen klar. Aus dieser Eingeweide-Schau geht immerhin die Revolutionsdichtung, die Einsicht und die Forderung nach Menschenrechten hervor." Anja: "Das klingt schön." Leonhard: "Entschuldige mal, ja. Menschenrechte streben nach etwas Höherem. Der Mensch steht über der Natur. Du plädierst für ein Dasein ohne Hoffnung." Jan: "Natur kennt keine Hoffnung. Deshalb soll man auch versuchen, möglichst viel Spaß zu haben. Und der Hinweis sei mir erlaubt, unser Nervensystem bietet da doch ihre Grundlage für herrlichen..." Jan nähert sich hier Marlene, die ihn ein wenig mit Wasser nass spritzt. Leonhard: "Naja, viel Spaß!"
Und die nächste Szene. Jan und Marlene auf ihrem Zimmer. Marlene: "Schön, was du da heute Abend gesagt hast." Jan (im Hintergrund - beim Duschen): "Was?" Marlene: "Schön, wenn du mal ernsthaft sprichst. Nicht ständig rumalberst." Jan: "Also ich verstehe nichts." Marlene zieht sich währenddessen aus und geht zu Jan in die Dusche. Jan: "Oh, super." Marlene: "Du darfst mir die Haare waschen." Jan: "Na, ich hab' gedacht, dass.." Marlene: "Was?" Jan: "Na, weißt schon." Marlene: "Drück dich klar und deutlich aus, dann kann dir auch geholfen werden." Marlene arbeitet sich bei Jan nach unten vor... Nach einiger Zeit ist Leonhard zu hören, der von außen an die Tür klopft: "Marlene?" Marlene kommt wieder hoch. Leonhard wieder zu hören: "Anja ist weg." Jan und Marlene sehen sich an.
Szenenwechsel nach draußen. Es ist Nacht. Leonhard, Marlene und Jan suchen mit Taschenlampen. Marlene sowie Leonhard rufen: "Anja!" Jan schließlich leuchtet in eine Richtung und sagt zu den den anderen: "Bleibt ihr hier unten, ich geh da oben suchen." Jan sucht also weiter und die anderen rufen nach Anja. Irgendwann meint Jan, sie zu sehen: "Anja?" Sie ist im Schein der Taschenlampe zu sehen. Jan: "Bist du okay?" Anja entkleidet sich vor ihm...
Es ist nun Morgengrauen. Leonhard, Marlene und Jan sind am Pool zu sehen. Marlene: "Sollten wir nicht die Polizei rufen?" Leonhard: "Die kommt schon wieder. Ich für meinen Teil kann jedenfalls nicht mehr. Ich leg' mich hin. Solltet ihr auch tun." Marlene: "Was für ein Theater." Schließlich nochmal Leonhard: "Kommt ihr mal bitte?" Die drei sehen in Leonhards Zimmer - hier liegt Anja nun wieder schlafend im Bett.
In der nächste Szene ist der Urlaub wieder vorbei. Irgendein Morgen - bei Leonhard daheim. Leonhard fällt aus dem Bett. Hier setzt die TV-Fassung nun wieder ein.
Fehlzeit des gesamten Abschnitts: 523,16s - also 8 Minuten und 43 Sekunden
0:41:06Leonhard zunächst bei einer Probe-Rede im leeren Saal: "..sind sie das Rauschen.. des immer gleichen Traums."
Es fehlen die folgenden Einstellungen: Kamerafahrt über eine Bucht (Südafrika?). Auf einem Felsen sind dabei auch die sich liebenden Jan und Anja zu sehen. Dabei weiter Leonhards Rede zu hören: "Ich glaube, dass jeder die Faszination des Wellenrauschens kennt. Es ist ein Naturgeräusch, dessen betäubende Macht gerade darin besteht, dass es in alle Ewigkeit keinen artikulierten Sinn hervorbringen wird. Kein Ja und kein Nein, kein gut, kein böse, kein hässlich, kein schön, nur das Einerlei des Rauschens."
Weiter in der TV-Fassung an der Stelle: "Sinn aber bedeutet Unterscheidung, und Abgrenzung,..." Dabei wieder Jan und Anja zu sehen.
25,64s
0:41:39Leonhard schließt seine Rede ab: "Vielen Dank." Das Publikum klatscht.
Es fehlen die folgenden Einstellungen: Die Türen zum Saal werden geöffnet. Von drinnen ist zu hören: "Glücklicherweise haben wir alles auf Tonband. So ganz ohne Skript - dass Sie sich das trauen.." Dann wieder Umschnitt auf drinnen. Ein Mann spricht noch zu Leonhard: "Das wird ein ganz wichtiger Beitrag für unser Jahrbuch." Leonhard hört in der Menschenmenge schließlich jemanden etwas Bekanntes sagen: "Ein Realist sagt, in diesem Raum befindet sich kein Rhinozerus. Doch der Eifersüchtige antwortet, man kann es nur noch nicht sehen." Leonhard geht in Richtung der zwei Männer, die diese Unterhaltung führen. Die zwei Männer lachen. Der zweite: "Man kann es nur noch nicht sehen!" Beide: "Das Rhinozerus!"
Die TV-Fassung setzt wieder mit der nächsten Szene ein: Anja steigt aus dem Auto.
27,08s
0:45:30Jan und Anja sind in der Badewanne. Anja zielt mit dem Duschkopf auf Jan. Jan noch: "..Das ist kaltes Wasser."
Die Badwannen-Szene geht in der Kinofassung noch weiter. Jan 'beglückt' nun Anja mit der Brause. Anja: "Was sind das für Mädchen-Spiele?" Jan: "Mädchen-Spiele?" Anja: "Mädchen-Spiele." Jan: "Erzähl doch mal. ..Komm schon, erzähl doch mal." Jan macht noch weiter - Anja gefällt's sichtlich..
Weiter wieder in der TV-Fassung mit der nächsten Szene - bei Leonhard daheim.
34,36s
1:07:04Jan hat mit Marlene telefoniert. Marlene: "..Dazu kann ich jetzt nichts sagen."
Szenenwechsel. Die venezianische Maske ist zu sehen. Wellenrauschen. Anja liegt mit der Maske auf einer Couch. Ihr geht es sichtlich nicht so gut. Von draußen ist Karnevalslärm zu hören.
Weiter mit der nächsten Einstellung. Jan ist bei Marlene: "Jemand da?" (Die TV-Fassung blendet hier etwas später ein.)
38,12s
1:07:43Gespräch von Jan und Marlene. Marlene: "..Für mich ist etwas anderes wichtig."
Es fehlt: Anja leert ihren Briefkasten. Von draußen wieder Karnevalslärm.
Nächste Einstellung: Jan sieht vom Fenster aus Marlene, die noch im Auto sitzt. Sie fährt nun los.
Wieder Umschnitt auf Anja, die durchs Karnevaltreiben geht. Jan kommt ebenfalls mit dem Auto an und geht - als Cowboy 'verkleidet' - auch mit der Menge mit. Anja schließlich entdeckt das Auto von Jan. Sie läuft in ihre Wohnung zurück: "Jan? Jan?" Sie zögert und geht wieder hinab.
Eine weitere Einstellung. Eine Karnevalsfeier. Jemand fragt Jan: "Wo is'n Marlene?" Jan: "Sie hasst den Karneval. Hab' heut Freigang." Eine Frau (die Krankenschwester - Kollegin von Marlene) winkt Jan zu - er winkt zurück und geht zu ihr. Jan küsst die Frau auf die Wange. Die Frau: "Warum so förmlich?" Jan gibt ihr einen richtigen Kuss. Die Frau: "Siehst fabelhaft aus!" Jan: "Du aber auch - wirklich! Mal wieder auf.." Die Frau: "Lanzerote. Diesmal nur Lanzerote." Jan: "Lanzerote gewesen - wirklich. Wirst immer schöner." Die Frau: "Mit dem Alter meinst du? Charmant." Jan: "Nein, wirklich. Du wirst immer.." Die Frau: "Danke. Ich will's dir ja glauben." Währenddessen ist am Eingang des Lokals Anja zu sehen. Jan spricht weiter zu der Frau: "(unverständlich)" Die Frau: "Du glaubst? Du bist doch jemand, der sich seine Wünsche erfüllt." Jan: "Naja, aber manchmal.." Die Frau: "Manchmal?" Jan: "Manchmal brauch' ich Ermutigung." Jan erblickt nun Anja. Anja sieht ihn auch.
Jan geht zu ihr. Sie reden inmitten der Feiernden. Jan: "Anja, wo kommst du denn her?" Anja: "Du weißt doch, dass ich hier wohn'. Hab' ich dir doch geschrieben. Hast du meine Briefe nicht bekommen?" Jan: "Doch, hab ich. Ich wollte dir auch schreiben, aber.. Du siehst ja, ich bin hier mit einigen Kollegen." Er schaut zu der anderen Frau rüber. Anja: "Ja, das seh' ich." Jan: "Lass uns ein anderes Mal reden, ok? Ich ruf dich an." Anja: "Willst du mir damit sagen, dass ich verschwinden soll?!" Jan: "Ich hab' gesagt, was ich gesagt habe. Das ist jetzt wohl kaum der richtige Zeitpunkt, um über persönliche Probleme zu reden. Begreif das bitte." Anja: "Was sind das für lebenswichtige Menschen, mit denen du so unbedingt zusammen sein willst?" Jan: "Anja.." Anja: "Du siehst so albern aus." Jan drängt Anja nach draußen. Anja immer verzweifelter: "Was soll denn das? Hast du sie nur..(?) ..nur passiert? Es war alles gut! Alles war falsch! Was soll ich'n tun? Soll ich mich umbringen, damit du mich los bist, huh? Soll ich mich töten, damit du merkst, dass es mich überhaupt gibt? ..(?), huh? Haste Angst?" Jan: "Angst??" Jan lächelt etwas ungläubig. Anja: "Du lachst?" Jan: "Ja, ich lache." Anja gibt ihm eine Ohrfeige. Schließlich haut sie aus dem Lokal ab.
Danach setzt die TV-Fassung wieder ein. Ein Haus an einem Weinanbaugebiet ist zu sehen (wo sich Marlene und zudem Leonhard aufhalten).
257,72s - 4 Minuten und 17 Sekunden
1:12:08Auf einer Feier. Jemand urteilt über eine Rede von Leonhard: "...das sich zum Schluss in einer kalenderspruchreifen Formel von der Idee rechten Lebens selbst gefeiert hat." Danach ist Anja zu sehen (in der TV-Fassung bereits verkürzt).
Die nächste Einstellung fehlt. Immer noch auf der Feier. Ein Violinkonzert. Leonhard und Marlene sitzen in erster Reihe. Leonhard flüstert zu Marlene: "Was will sie denn hier?" Marlene: "Hast du sie eingeladen?" Leonhard: "Natürlich nicht. ..Falls sie gleich noch da ist, sag ihr bitte, dass ich mich in den nächsten Tagen bei ihr melden werde." Marlene: "Sehr gut. Ich kümmer mich schon. Keine Sorge." Anja sieht nun auch dem Konzert zu. Leonhard wieder zu Marlene: "Schrecklich!" Marlene sieht ihn an und muss lachen. "Entschuldige.."
Leonhard und Marlene sitzen weiterhin bei dem Konzert. Marlene muss nochmal lachen und flüstert zu Leonhard: "Erinnerst du dich an den Frosch?" Leonhard: "An wen?" Marlene: "An den Frosch. Von dem Jan uns erzählt hat. Wie er nicht aus dem kochenden Wasser springt, weil er nicht erkennt oder - weil er nicht fühlen kann, wie er langsam zu Tode kommt. ..Ich muss dran denken. Gerade jetzt, wo wir - wo wir so sitzen." Marlene verzweifelt auch langsam ein wenig. "Gut. Ist nichts. Hab' mich gleich wieder."
Die TV-Fassung setzt wieder nach dem Konzert ein. Marlene geht aus dem Raum. (Im Hintergrund schon Anja zu hören: "Ich hass' Streicherquartette...")
87,44s
1:19:09Marlene bei Anja im Krankenhaus: "..Gespenster gehen nie." Mit Ansicht auf Anja blendet die TV-Fassung aus.
In der Kinofassung läuft die Einstellung noch weiter. Anja wiederholt hier ihr 'Zwiegespräch mit sich selbst'. Stimme: "Das meiste ist geschafft. Nun wird alles leichter." Anja: "Was wird leichter?" Die Stimme: "Das Leben. Dein Leben." Anja: "Aber das ist doch leicht." Stimme: "Das denkst du." Anja: "Ja, ich denke es." Es wird abgeblendet. Anja ist nochmal schreiend zu hören: "Ist es denn nicht wahr?"
Weiter in beiden Fassungen mit einer herannahenden Bahn. Eine Stimme: "Noch bevor wir uns unserem Ziel..."
15,80s
An Position 0:41:12 wurde außerdem minimal anders geschnitten (kein Zeitverlust). Während Leonhard seine Rede hält, ist in der TV-Fassung dort eine Einstellung auf ihn verwendet worden, die in der Kinofassung bereits kurz vorher kam (bei Schnitt Nr. 3).
Zudem wurden die ersten Sekunden der Kinofassung (reine Texteinblendungen) weggelassen und ein verkürzter TV-Abspann eingesetzt.
Alles zusammen genommen fällt so die TV-Fassung gegenüber der Kinofassung um über 22 Minuten kürzer aus.