Wer knackt den Code?
Auch keine alltägliche Situation für Professor Langdon (Tom Hanks): Mitten in einem Vortrag über religiöse Symbole wird er von der Polizei gebeten mitzukommen, denn im Louvre befindet sich die Leiche des Museumsdirektors, der kurz vor seinem Ableben noch einen Hinweis hinterlassen hat doch bitte nach Langdon zu suchen. Schnell stellt sich raus, dass es sich hier keineswegs um einen gewöhnlichen Mord handelt, sondern um ein Ritual mit religiösem Hintergrund. Zusammen mit Kryptologin Sophie Neveu (Audrey Tautou) untersucht er die Leiche und stößt dabei auf versteckte Hinweise in Leonardo Da Vincis Kunstwerken. Eben jene scheinen ein Geheimnis zu bergen, welches insbesondere die Kirche in ihren Grundfesten erschüttern könnte. Eine gefährliche Suche nach der Wahrheit beginnt.
Die Adaption von Dan Browns Bestseller Sakrileg weiß durchweg zu gefallen. Von Anfang an hat der Film ein recht hohes Erzähltempo, dass nur stellenweise unterbrochen wird. Stück für Stück geraten Langdon und Neveu immer tiefer in die Spirale der Verschwörung von verrückten Geistlichen und man ist gebannt dabei, was als nächstes passieren wird.
Die starken Charaktere tun ihr übriges, um den Zuschauer zu fesseln. Jean Reno begeistert dabei als übereifriger Kommisar mindestens genauso wie Ian McKellen als falscher Freund Langdons, der die beiden in die Falle lockt.
Das die Story einigermaßen kontrovers ist, dürfte klar sein und die Kirche hat den Film natürlich auch aufs Schärfste kritisiert, was aber wenig mehr als kostenlose Publicity gebrach hat. Wie so oft gehen die Meinungen bezüglich der Qualität auseinander.
Einige finden ihn sehr zäh und zu wenig an den Kernaussagen der Romanvorlage orientiert, ich persönlich fand ihn wie gesagt äußerst mitreisend, kenn aber auch das Buch nicht, von daher habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten.
Empfehlen kann ich den Film dennoch ohne Bedenken, auch weil hier die richtige Mischung aus etwas Action, viel Mystery und ein wenig Charakterstudie gefunden wurde.