Tatsache: Hätte Armin Meiwes damals nicht im Internet gechattet und weiterhin brav Puppen gefressen, anstatt sich am Schniepel und dann am ganzen Körper eines Homosexuellen zu verköstigen, wäre uns "Rohtenburg" erspart geblieben. O.k., so schlecht wie sich das jetzt anhört, ist der Film eigentlich gar nicht, aber ohne ihn hätte ich auch gut weiterleben können.
Die Story brauche ich gar nicht weiter zu erläutern, denn auch Nichthorrofans werden die Geschichte um den Kannibalen Meiwes verfolgt haben. Im Film heißt er halt nicht Armin sondern Oliver und das Opfer Simon. Keine Ahnung, ob der echte "Bösewicht" eine so schlimme Kindheit gehabt hat und wie viel von dem Erzählten im Film den Tatsachen entspricht, jedenfalls kann ein Film wie "Rohtenburg" nur an der Oberfläche kratzen.
Oliver hatte `ne schwierige Zeit als Kind, musste Lederhosen tragen, ist ein Muttersöhnchen und wurde von seinen Klassenkameraden nur gehänselt. Also eigentlich fast exakt die gleiche Lebensgeschichte wie von Florian Silbereisen, nur frisst der (hoffentlich) keine Männerleiber samt Gehänge. Anfangs verspeist Oliver nur Puppen, doch das ist ihm nicht genug. Er will endlich Menschenfleisch! Drum merkt euch gut, liebe Mütter aus Bayern: Bitte zieht euren Kindern niemals Lederhosen an, denn dies führt zu 90 Prozent zu späterem Kannibalismus! Simons Geschichte ist ähnlich, nur ist der ganz ordentlich angezogen und seine Mutter fährt später gegen einen Baum, anstatt im Keller zu ertrinken wie bei Oli. Ach ja, und schon sehr früh zeichnet sich seine Liebe zum gleichen Geschlecht ab (Doktorspiele). Außerdem lässt er sich später (warum auch immer) gerne beißen und will schon vorher, dass ihm ein Freier seine Kronjuwelen beim Oralverkehr entfernt. Diesen Gefallen tut ihm sein Bettpartner jedoch nicht, denn der gehörte in seiner Kindheit zu jenen 10 Prozent, die in Bayern keine Lederhosen tragen mussten.
So kommt es, wie es kommen muss...Kannibalen-Oli sucht im Internet nach Opfern, die sich verspeisen lassen und Friss-mein-Glied-und-später-mich-ganz-auf-Simon antwortet darauf. Anfangs will er noch einen Rückzieher machen, doch nach genügend Alkohol und Medizin ist er bereit für seine Entmannung plus anschließender Zerstückelung. Zum Glück hat Oliver Simon vorher erklärt, wie die ganze Sache ablaufen wird, schließlich ist er ja der Kannibalismusexperte frei nach dem Werbeslogan: "Wer, wie, was, weiß Oli!". Da wird Simon ganz ruhig und ergibt sich in sein Schicksal. Beim anschließenden Dinner meckert er dann im Dämmerzustand, wie zäh doch sein Schwengel ist und er diesen unmöglich essen kann. Wie undankbar dieser Kerl doch ist, scheinbar hat ihm seine Mutter niemals gesagt: "Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!".
Na egal, ich schweife etwas ab. Um es kurz zu machen: Simon lässt sich später in eine Badewanne tragen, dort verbringt er die Nacht, am nächsten Tag sägt ihm Oliver den Kopf ab und verspeist den Leib in den nächsten Wochen. Ende. Ups, ich habe die Psychologin vergessen, aber deren Geschwafel ist eh ziemlich langweilig. Wenigstens ist sie attraktiv und kann ganz gut spielen. Apropos spielen: Die Darsteller machen ihre Sache durch die Bank super, allen voran Thomas Kretschmann als Kannibale und Thomas Huber als Opfer. Ihnen allein ist es zu verdanken, dass der Film mittelmäßig und nicht schlecht abschneidet (ähem). Ich vergeb` mal 5 von 10 Glied...ich meine Punkte.