"Kingpin" kann durchaus unterhalten. Ein paar Gags sind echt gelungen. Wie zum Beispiel bei der Szene, als Munson mit der Hausbesitzerin geschlafen hat, weil er die Miete nicht bezahlen konnte. Jedenfalls sagt die "hübsche" Mieterin nur irgendwie: "Warum muss ich bei gutem Sex bloß immer kacken?" Oder auch die Szene in der Munson die angebliche Kuh gemolken hat und von der Milch drinkt. Es stellt sich aber heraus das dies ein Bulle war. Hmm lecker...
Diese zwei Beispiele lassen schon erahnen, welche Richtung von Witz der Film einschlägt. Ein paar Gags sind nämlich etwas unter der Gürtellinie. Wer allerdings Filme wie beispielsweise "American Pie" (Stichwort: "Spermabier") gerne sieht, dem wird der Humor von "Kingpin" auch gefallen.
Die Story ist auch noch nicht so ausgeleiert und deshalb auch relativ erfrischend. Freunde des Bowlingsports könnte der Film auch ansprechen, da man doch einige sehr schöne Würfe zu sehen bekommt.
Dass Munson am Ende trotz einer Gummihand bowlt, ist zwar etwas unglaubwürdig, schadet dem Film aber auch nicht weiter, zumal es hier sowieso nicht auf Realismus ankommt.
Schön fand ich auch, dass der Ausgang des Tuniers nicht so klischeehaft ist. Man hätte sicherlich einen anderen Sieger erwartet.
Die Darsteller spielen auch nicht schlecht. Bill Murray als eingebildeter und egoistischer Bowler gefällt mir hier außerordentlich gut.
Aber auch der "Gummimann" alias Woody Harrelson liefert eine gute Vorstellung ab.
Fazit: Für einen netten kleinen Videoabend ist "Kingpin" auf jeden Fall zu empfehlen. Ich persönlich hätte mir noch mehr klasse Gags gewünscht, wie sie ansatzweise zu sehen sind. Dann wäre bei der Benotung nämlich noch viel mehr drin gewesen.