Review

9/10

Mann beisst Hund dreht sich um einen Killer der bei seiner "Arbeit" von einem Kamerateam begleitet wird. Dieser hat das Flair eines pseudointellektuellen, überheblichen Spießbürgers, der nach, gerne auch während, seines Jobs über Gott und die Welt schwafelt.
Das im Dokumentarstil Dargestellte entpuppt sich schnell als bitterböse Mediensatire, in dem sich nach einiger Zeit eine fast freundschaftliche Verbindung zwischen dem Kamerateam und dem professionellen Killer entwickelt. Dies geht soweit, dass sie in seine Morde als Beihelfer involviert werden. Bald plagt das Team Gewissensbisse und als noch ein Mitglied in die ewigen Jagdgründe geht und die Polizei auf die Morde aufmerksam wird, scheint die Situation zu eskalieren.

Fazit: Das Debüt dreier französischer Filmstudenten, die auch als Hauptdarsteller agieren, ist ein zynischer Seitenhieb auf die Blutgier der Medien und durch den Doku-Stil wird eine hohe Intensität, gerade in den Mordszenen, erreicht. Besonders die Vergewaltigung und die anschliessenden Bilder der Toten hinterlassen ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Dieser Film ist ein Geheimtipp für Freunde schonungsloser, medienkritischer Kost.

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