"Blutiger Schatten" ist ein Giallo, längst nicht den Bekanntheitsgrad von Klassikern "Profondo Rosso" oder "Blutige Seide" hat. In diesem Film spielen auch keine bekannten Schauspieler mit und auch Antonio Bido hat sonst keinen bekannten Film geschaffen.
"Blutiger Schatten" geht um einen Pfarrer, der einen Mord beobachtet und am nächsten Tag vom Täter einen Drohbrief erhält, der ihn auch auf sein Schweigenspflicht hinweist. Er hat jedoch das Gesicht des Täters gar nicht erkannt. Ein alter Freund hilft ihm bei der Suche nach dem Mörder.
Die Geschichte ist nicht viel einfallsreicher als bei anderen Vertretern des Genres. Das Drehbuch ist jedoch sehr gut geschrieben. Der Zuschauer weiß erst am Ende des Films, wer der Täter. Diese Auflösung ist, im Gegensatz zu den meisten anderen Gialli, sehr gelungen und auch logisch nachvollziehbar.
Die Schauspieler sind zwar nicht bekannt, liefern aber dennoch ein sehr gute Leistung.
Die Kulisse von Venedig erweist sich als sehr nützlich. Der Höhepunkt der daraus resultiert ist eine brillant inszenierte Szene, in der, der Mörder sein nächstes Opfer, mit einem Motorboot verfolgt. Auch ansonsten dient die Kulisse um eine spannende Atmosphäre zu erzeugen.
Das Beste an diesem Film ist jedoch, dass Bido nicht jede Szene, in der er Spannung aufbaut, mit einem Mord enden lässt. In Filmen wie "Profondo Rosso" oder "Torso", weiß man ja schon vorher, wie die jeweilige Szene endet.
Fazit: "Blutiger Schatten" ist einer der besten Gialli überhaupt. Selbst Argento hat nur wenige Gialli gedreht, die das Niveau von "Blutiger Schatten" erreichen. Dieser Film hätte einen höheren Bekanntheitsgrad verdient.