Draußen im Wald saust ein Meteorit vom blauen Himmel, schlägt direkt in einem ahnungslosen Jägersmann ein und setzt einen in rapidem Wachstum begriffenen Horrorparasiten frei, der sich bis zum Erreichen von Bulldozergröße am liebsten in dekorativ verunstalteten Menschen breit macht. Eine Trio forscher Jagdgesellen, ein Quartett wandernder Jungfrauen, ein streitendes Ehepaar und ein paar schießwütige Geheimdienstwichtel nehmen es mit dem Wurm auf, ohne sich ihrer Entscheidung recht freuen zu können.
Juhu, endlich mal wieder ein laßt uns im Wald Horror machen ohne jegliches Budget Film. Die Kreativität und Intention der Macher läßt sich bereits am Filmtitel erahnen, doch es soll noch viel schlimmer kommen. Der Film hat es mühelos geschafft nach bereits drei Minuten mein Hass-o-Meter bis zum Anschlag hochpegeln zu lassen. Das lag zum einen an den ultrabilligen CGI-Viechern die übelst gerendert sind und für die sich selbst Roger Corman geschämt hätte. Der eigentliche Hauptgrund jedoch ist die Synchro, ich dachte ich hätte den diesbezüglichen teutonischen Bodensatz bereits mit Nightmare Man hinter mich gebracht, aber weit gefehlt. Die Synchronsprecher leiern ihre Texte mit dem Enthusiasmus einer Lautsprecherdurchsage der Deutschen Bahn mit äußerst zweifelhaften Sprachkenntnissen herunter. Mein Gott, den Film kann doch keiner mehr für voll nehmen, nachdem ein beliebiger Schauspieler seine Schnorre aufmacht.
Aber selbst ohne diese Makel bleibt der Streifen ein absoluter Kopfschuß, die Dialoge sind an Dämlichkeit kaum zu überbieten, ich hatte jetzt echt keine Lust zu prüfen ob dies die Schuld der deutschen Fassung ist oder auch schon im Original verbockt wurde. Die Schauspieler sollten es ebenfalls besser können, handelt es sich hier nicht um irgendwelche Frischlinge, sondern meist um routinierte Akteure, die aber wohl nach lesen des Drehbuchs in den ich-hoffe-mich-erkennt-keiner-Automatik-Modus gingen. Von solchen Nebensächlichkeiten wie Spannungsbogen, originelle Ideen oder aufwendige Sets wage ich gar nicht zu reden, wie gesagt ab Minute drei war ich voreingenommen.
Horror Aliens ist ein ziemlich vergurkter Amateur Trash, den man höchstens Trashfans der ganz harten Sorte nahelegen kann
Ach ja, mögen sowohl dem Synchronstudio, als auch dem zuständigen Mensch der Verleihfirma zur Strafe die Zunde und die Ohren abfaulen.
1/10