Türkisch für Anfänger - Staffel 2: Liebe, Lügen, Lachkrämpfe
Die zweite Staffel von Türkisch für Anfänger knüpft direkt an den emotionalen Wirbel der ersten an – mit jeder Menge Herz, Drama und typisch schrägem Humor. Während Nils ins Internat verschwindet und die Erwachsenen mit Hochzeiten, Trennungen und schamanischen Ritualen beschäftigt sind, dreht sich bei Lena und Cem weiterhin alles um (verpasste) Liebesmomente und jede Menge Missverständnisse.
Besonders spannend ist die Entwicklung von Yağmur, die beginnt, ihren Glauben zu hinterfragen, und sich zaghaft auf eine Beziehung mit dem charmant-chaotischen Costa einlässt. Diese ungewöhnliche Lovestory ist erfrischend anders und zeigt, dass die Serie nicht nur auf Klischees setzt, sondern auch berührende Zwischentöne findet.
Doch auch wenn die Staffel viel zu bieten hat – ein paar Schwächen sind nicht zu übersehen: Manche Handlungsstränge wirken überdreht oder zu konstruiert (Markus Rückkehr inklusive Hochzeitssabotage ist eher Seifenoper als Comedy) und die ständigen On-Off-Beziehungen können mit der Zeit ermüden. Die Figuren wachsen zwar, aber manchmal wünscht man sich mehr echte Gespräche statt immer neuer Dramen.
Die zweite Staffel bleibt unterhaltsam, charmant und gesellschaftlich relevant – auch wenn die Mischung aus Klamauk und Gefühl gelegentlich die Balance verliert.
7 / 10 Sternen