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Neben dem Genre des Splatter- und Horrorfilms ist jenes der Romantischen Komödien wohl am meisten von mangelnden Ideen und niederklassigen Filmen betroffen. So verwundert es kaum, dass kleineren Produktionen aus dem europäischen Ausland hierzulande nur allzu oft auf DVD veröffentlicht werden. „Manche mögen´s reich" ist so ein Fall.

Die Story: Die junge Franssou (Isabelle Carré) macht unverhofft eine Erbschaft und begibt sich daraufhin nach Cannes, um dort Urlaub zu machen. Dort im Hotel begegnet sie dem aalglatten Hochstapler Stéphane (José Garcia), der aufgrund von Schulden bei der Mafia dringend Geld braucht. Also bittet er Franssou darum, ihr das Geld zu leihen. Der Immobiliendeal mit René (Francois Cluzet), welcher in Franssou verschossen ist, soll das Geld wieder einbringen. Doch dann bemerken Franssou und Stéphane ihre wahren Gefühle...

Regisseur Christian Vincent („Les Enfants", 2005) schuf mit seinem Film ein beschwingtes, locker-leichtes Schmunzelstück, welches jedoch weitgehend seicht vor sich hinplätschert. Wenige wirklich gute Gags (die Testamentsverlesung gleich zu Beginn ist sehr witzig) stehen einer äußerst substanzarmen Story um Betrug und aufkeimende Gefühle - letztere allerdings erst im letzten Drittel des Films - gegenüber, welche abgesehen von der hellen, farbenfrohen Bebilderung und einer wahrhaft bezaubernden Isabelle Carré („Wahnsinnig verliebt", 2002), welche immer wieder in schicken Kleidern zu sehen ist, keine Highlights zu bieten hat. Stattdessen beginnt das ganze Konstrukt durch seine arge, wenig pointierte Geschwätzigkeit und Belanglosigkeit alsbald zu nerven. „Vier Sterne" - die wörtliche deutsche Übersetzung des Originaltitels „Quatre étoiles" - erreicht der gebotene Service dieser durchschnittlichen Unterhaltung nicht einmal annähernd.

Fazit: Seichtes Schmunzelstück, welches durch seine hübschen Bilder den tristen Winter vergessen lässt. Weitgehend einfallslos und mit wenigen, wirklich gelungenen Dialogwitzen, aber immerhin Charme zieht sich „Manche mögen´s reich" über eine Laufzeit von knapp 90 Minuten. Obwohl die süße Isabelle Carré durchaus zu gefallen vermag: mehr als eine DVD-Auswertung hat diese zunächst unentschlossene Genremixtur zwischen Gauner- und Romantikkomödie nicht verdient.

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