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5

DER ELEFANTENMENSCH für die Teeniefraktion. Ein großes Lob gebührt den Maskenbildnern und dem jungen Hauptdarsteller Eric Stoltz. Eigentlich sollte der wahre medizinische Fall des Rocky Dennis als Grundlage für einen Appell an die Toleranz und die Menschlichkeit dienen, der Film hat ja auch seine paar starken Momente (z.B. die Einschulung), aber der ganze Rest trieft leider vor Schmalz und Rührseligkeiten. Man möchte fast meinen, man schaue sich eine Doppelfolge von EIN ENGEL AUF ERDEN an, so entsetzlich zuckersüß ist das alles teilweise: Cher als coole Löwenmutter, die freundliche Bikergang, die den Jungen brav überall hin chauffiert, und schließlich die erste zarte Liebe zu dem hübschen, aber blinden Mädchen, die Rocky nur als innrlich schönen Menschen wahrnimmt. Und selbstverständlich ist der Knabe hinter seiner Fassade klug, begabt und witzig. So mögen die Amis ihre lehrreichen Dramen.

8

Einer der berührendsten und traurigsten Filme, die ich jemals gesehen habe. Ich glaube, ich habe sogar einmal kurz geheult! :-O Ich hatte zu keinem Zeitpunkt des Films den Eindruck, dass der Film dazu dienen solle, aus dem Leiden des Hauptcharakters Kapital zu schlagen. Besonders gefällt mir die Tatsache, dass nicht nur Rocky als Außenseiter dargestellt wird, sondern sein ganzes Umfeld, bestehend aus einer Gruppe Bikern, bei denen auch seine Mutter (hervorragend gespielt von Cher) mitmischt, sich außerhalb der Normalität bewegt und dieses mitnichten als perfekte, heile Welt, aber auch nicht anklagend dargestellt wird. Die schauspielerische Leistung des Hauptdarstellers ist brilliant und eigentlich von JEDEM auf durchgängig hohem Niveau. Ein toller, sensibler Film, der eigentlich niemanden kalt lassen sollte, sofern er noch nicht völlig abgestumpft ist und ein wenig Herz hat. Für Hollywood-Verhältnisse angenehm unkitschig gehalten. 8/10 Punkten

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