Andrew Bird, ein Serienkiller, bei der Polizei auch als Edgar Allan Poe Killer bekannt, lockt ahnungslose Frauen in einem Chat unter dem Nicknamen Allen zu sich und bringt sie ohne jegliches Motiv um. Ein pensionierter Polizist versucht die immer mehr anfallenden Morde aufzuklären.
Eins vorweg: es ist mehr als ärgerlich unter welchem Deckmantel der Regisseur Jeff Burton dieses vollkommen belanglose Werk vermarktet. Vorallem ist es verwunderlich, dass man als nahezu vollkommen unbekannter Regisseur die Frechheit besitzt, seinen Namen vollkommen bedeutungsvoll vor den Filmtitel zu setzen, mit der wohl sinnvollen Botschaft, dass sich dahinter bloss was gutes verbergen kann. Dem ist aber nicht so, denn Dead End Street ist davon meilenweit entfernt ein guter Film zu sein. Das erste das vorallem erst einmal auffallen mag ist wohl die absolut amateurhafte Optik und Kamera, die uns hier präsentiert wird. Ähnliches Niveau bestaunten wir in Amateurslashern wie Camp Blood um mal einen qualitativen Vergleich heranzuziehen. Das das natürlich noch alles kein Grund sein kann um diesen Film generell in die Tonne kloppen zu müssen ist klar, doch das ist noch lange nicht der einzige Faktor, unter dem der Film zu leiden hat. Vorneweg ist es aber zumindest mal logisch, dass bei solcher einer Treistheit und der billigen Umsetzung jegliche Atmosphäre verloren geht, auch wenn der Regisseur zumindest am Anfang hin recht nette Kamerafahrten im Stile von Tanz der Teufel einwirft. Das alles wird aber spätestens dann zunichte gemacht, wenn wir vorallem unseren Übeltäter beobachten dürfen. Und es mag für jeden Poe Fan eine Schande sein, in welches schlechte Licht dieser überaus faszinierende Horrorgeschichtenautor durch diesen Film gerückt wird. Da steckte man einen vollkommen talentfreien Darsteller der Sorte Hinz und Kunz in ein Kostum, dass vage aussieht als käme es aus dem 19. Jahrhundert und schon wird uns Poe als geisteskranker Irrer präsentiert, der ausser tiefschürfender Poesie bloss einfältig morden will. Das wäre ja alles noch halbwegs zu verschmerzen, wenn denn bloss die Morde halbwegs ordentlich von statten gingen. Tun sie aber nicht, und dann hilft es auch nicht, wenn der schrecklich banale Film vollkommen hilfslos Poe zitiert. Das Pendel im Keller (Pit and the Pendulum), war dabei zwar noch der beste Versuch Spannung in diesen vollkommen uninspirierten Film zu bekommen, doch das wirkt natürlich alles nicht, wenn solche Szenen wieder von vollkommenen Untalent seitens der Darsteller zerstört wird. Andere Zitate wollen wir dann erst gar nicht ansprechen, denn bedeutungsvoll ist eine schwarze Katze (The Black Cat) neben einer zerhackten Leiche nicht gerade und der beängstigende Eindruck, der das Haus mit seinen verschachtelten Gängen (The House of Usher) vermitteln will, ist dabei einfach bloss völlig dilletantisch. Der Film verliert dabei aber jegliches Potenzial, dass er mit Sicherheit irgendwo hat, aber Inszenierung, Kameraarbeit, Darsteller, Morde, Effekte und vorallem die Synchro sind dabei unter aller Kanone. Und nein, Atmosphäre hat dieser vollkommen belanglose Film keineswegs.
Fazit:
Poe Fans seien gewarnt. Das hier ist amateurhaftester Abfall, der zwar durchaus Potenzial besitzt, aber bloss mehr als unreif wirkt. Lieber wieder die deutlich besseren Roger Corman Filme.
16%