Review

RoboNot


An Verhoevens Meisterwerk „RoboCop“ haben sich viele versucht und überhoben - jedoch selten so dämlich und zäh wie „R.O.T.O.R.“ aka „Blue Steel“, den ich von Anfang an und ohne zu zögern jeglichen Kult- und Unterhaltungsfaktor absprechen muss. Es geht nicht anders, vor sowas muss man neugierige Genrefreunde warnen! Ich versuche immer das Gute in Filmen zu sehen - schmerzhafte Dinger wie dieser Murks machen einem diese Einstellung aber arg schwer! Da lasse ich mir lieber 90 Minuten lang Weisheitszähne ziehen, anstatt mir den nochmal zu geben... Erzählt wird von einem Polizei-Robototer-Prototyp, der aus dem Labor bzw. vom Testgelände entkommt und sich selbstständig macht. Als erstes geht er einem Geschwindigkeitsdelikt nach - als tödliche Judikative und Exekutive in Personalunion! 

„R.O.T.O.R.“ ist ein einziger langer, einschläfernder Blechschaden und darf eigentlich nicht mit Verhoevens Geniestreich in einem Satz genannt werden. Egal wie sehr er versucht sich an dem (und etwas an „Terminator“) hochzuziehen. Dagegen sieht selbst zweite bis dritte Wahl ala „The Vindicator“ noch gut aus! Der Score und Soundtrack dieses Totalausfalls spielt in einer annehmbaren Liga, zudem kommt im Finale noch eine sehr skurrile und sehenswerte Muskelfrau mit Totes-Tier-Frisur zum Einsatz. Das sind die einzigen etwas entschädigenden Dinge an „R.O.T.O.R.“, der nie auch nur ansatzweise an sein cooles Poster oder seine Vorbilder herankommt. Ich will nicht wissen, wieviele vor 30 Jahren in den Videotheken allein wegen dem Motiv aus Neugier zu ihm gegriffen haben und sich (genauso wie ich nun) den Abend versaut und elend gedehnt haben. Unser Held ist ein Lahmarsch, das Budget muss ziemlich genau ein Abendessen und eine Backpfeife betragen haben, der Billo-RoboCop verbreitet weder Angst noch Lacher, selbst die Härte ist auf Kindergartenniveau. Was ein Jammer... In den ersten zwei Dritteln passiert gefühlt einfach mal gar nichts. Da war ich wirklich kurz vor dem Ausschalten, was eigentlich ein absolutes No-Go für mich ist. „R.O.T.O.R.“ sollte man sich sparen, dazu ist die Lebenszeit zu kostbar. Allein der Titel, „R.O.T.O.R.“, regt mich auf, weil es so lang dauert ihn einzutippen. Das ist schon zu viel investierte Zeit. Porentiefe Ausschussware. Um jeden Preis skippen und nur als Schlafmittel nutzen. „R.O.T.O.R.“ sollte man in auf Vollgas laufende Rotorblätter werfen. 

Fazit: einer der lahmsten und billigsten „RoboCop“-Abklatsche, der je auf die Welt losgelassen wurde. „R.O.T.O.R.“ ist schwere Kost im falschesten Sinne, nahezu ohne rettende Eigenschaften. Absoluter Müll! 

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