Das ist hypermodernes, alternatives Vampirkino, wie es schon seit einigen Jahren in Mode ist, wo die Blutsauger alle Kampfsport beherrschen, in Sekunden eine Hausfassade hochkraxeln und in großer Zahl unter uns leben. Stilvoll, elegant, schwermütig, aber leider auch etwas schwerfällig. Wie ein DARK SPECIES - DIE ANDEREN, aber mit deutlich mehr Geld umgesetzt. Warum das Ganze aber in einer Art Paralleluniversum angesiedelt ist, das bleibt unklar, denn ein UNDERWORLD spielt doch auch nur in einer verzerrten Version unserer Welt und kombiniert darin mit seiner Optik mühelos Alt und Neu. Die Story an sich haut auch niemanden mehr vom Hocker. Die Trumpfkarte des Films ist jedoch der charismatische Schurke, gespielt von Leo Gregory, der mit seinem blonden Haar, dem Augenrollen und dem Zähnefletschen durchaus Ähnlichkeiten zu dem jungen und brillanten Klaus Kinski aufweist.