In einer Stadt beginnen harmlose Rucksäcke plötzlich ein Eigenleben zu entwickeln und ihre Besitzer zu zerfleischen…
Klingt genial, wurde nur leider wahnsinnig madig umgesetzt. In der ersten Hälfte des Films beglücken uns nämlich keine mit Piranha-Zähnen bestückten „EastPacks“ mit heiteren Fressorgien, da nervt uns eine zerrüttete, bis über den Rand der Erträglichkeit hinaus langweilende Liebesbeziehung. Hier hatte man wohl gedacht, so etwas Ähnliches wie „Shaun Of The Dead“ aufziehen zu können. Im Rahmen einer Amateurproduktion, und wenn zu allem Überfluss nur gehirnamputierte, möchtegern-begabte Filmhochschulabgänger hinter der Kamera sitzen, geht so ein Vorhaben aber natürlich schon mal leicht in die Hose.
Irgendwann, wenn man schon gar keinen Bock mehr hat, kauen dann tatsächlich ein paar wild gewordene Rucksäcke (das „Warum“ wird übrigens nicht aufgeklärt) ihren Besitzern Extremitäten oder ganze Köpfe ab, was aber so miserabel dargestellt wird, dass es einfach keinen Spaß macht. Unterstes FX-Niveau und billigste Ketchup-Effekte können meiner Meinung nach zwar durchaus für Unterhaltung sorgen (siehe „Ich piss auf deinen Kadaver“), hier aber leider nicht.
Mitunter kommt der gesamte Streifen gar nicht wie eine Komödie rüber, was meines Erachtens nach die einzig mögliche Form gewesen wäre, so einen Film aufzuziehen. Nur gibt es hier leider keine Gags. Haben die Macher wohl gedacht, es würde reichen, mit ein paar angemalten Rucksäcken auf kreischende Darsteller zu werfen (zugegeben: die Szenen sind dann schon ganz witzig), aber das allein macht halt noch lange keinen Nonsens-Horrortrash á la „Killertomaten“. Zu steif und unlustig der Rest, zu wenig Handlung drum herum und es steckt ganz klar viel zu viel Methode hinter dem Zinnober, was man auf hundert Meter erkennt und was jeglichen Humor im Keim ersticken lässt.
"Wo ist mein Rucksack? Wer hat ihn geseh'n?
Wo ist mein Rucksack? Ich würde gern mit ihm weggeh'n."
– Ulkige Punkrock-Nummer im Abspann. Hat Ohrwurm-Charakter und ist so ziemlich das Beste
am ganzen Film.
Splatter / FX:
(+)(-)(-)(-)(-)
Rucksäcke:
(+)(+)(-)(-)(-) – für einen Film mit dem Titel eindeutig zu wenige
Schauspieler:
(+)(-)(-)(-)(-) – nerven fast zu Tode
Idee:
(+)(+)(+)(+)(+)[(+)]
Umsetzung:
(-)(-)(-)(-)(-)
Fazit:
Möchtegern-witziger Zero-Budget-Scheiß, nicht einmal eingefleischtesten Trashhasen zu empfehlen.
Dann doch lieber „Killertomaten“ oder „Torsil Ultra“.