Die Story: Ein Fischer aus Hongkong fährt zu seiner Tante an's Festland, um sich dort eine "Ehefrau" zu kaufen. Ah-Chi (so heißt die Holde) zieht also bei dem Fischer ein und soll ihm fortan dabei helfen, seine sexuellen Phantasien auszuleben.
Zufällig lernt Ah-Chi aber Ah-Hen, einen Bauernjungen aus der Umgebung kennen. Beide verlieben sich ineinander und haben eine geheime Affäre. Als der Fischer beide aber eines Abends auf frischer Tat ertappt, kommt es zum Kampf, in dem Ah-Hen den Fischer aus Notwehr (...naja, mit eiem Beil) umbringt. Ah-Hen und Ah-Chi schwören sich ewige Liebe und fliehen zusammen. Das Glück ist ihnen aber nicht lange hold ...
Das hört sich jetzt erstmal nach einer ernsteren Schnulze an. Wenn ich jetzt aber noch erwähne, dass mindestens die Hälfte des Films lang nur gefickt wird, und dass jedes Liebesspiel aus Hardcore-Porno-Szenen besteht, dann sieht die Sache schon anders aus.
Jetzt noch eine Prise Splatter- und Slasher-Szenen und eine geballte Ladung pechschwarzen Humor dazu und fertig ist ein geiler Japan-Sicko, der besonders krassen Art.
Das heißt: Von "geil" kann hier eigentlich nicht die Rede sein. Alle Porno-Sequenzen sind in keinster Weise erotisch oder erregend, sondern einfach nur abstoßend, krank und pervers. Die bedrückend düstere Atmosphäre, die über dem ganzen Film schwebt, und das physische und psychische Leid der Protagonisten lassen nicht den Hauch von Erotik aufkommen.
Die Sex-Szenen stehen zwar eindeutig im Mittelpunkt des Films (es vergehen kaum 10 Minuten in denen nicht gepoppt wird), können aber nicht mit der Absicht gemacht worden sein, dass man sich dran aufgeilen soll. Denn derjenige, den dieser Film ernsthaft anturnt, ist meiner Meinung nach echt etwas pervers veranlagt, zumal als Liebesspielzeug u.a. Fischköpfe, Aale und eine rostige Wasserpumpe benutzt werden. Besonders eklig ist auch eine Szene, in der Ah-Chi ein Ei in ihre Vagina einführt und Ah-Hen genüsslich daran leckt bis es platzt.
Gevögelt wird zwar in allen erdenklichen Stellungen, aber obwohl man in dieser Hinsicht einfallsreich war, geht das ständige Rumgebumse schnell auf die Nerven und wird langweilig. Zumal die Akteuer außerdem allesamt dem billigsten Ossi-Porno entsprungen sein könnten und alle X-szenen, wie oben erwähnt, einen ziehmlich herben Beigeschmack haben, ist der Porno-Anteil des Films einfach zu groß.
Außerdem muß man mit der ständigen Angst leben irgendjemand könnte in's Zimmer kommen und mitbekommen, dass man sich so einen kranken Streifen reinzieht.
Erfreulich fand ich, dass der Film an einigen Stellen auch ziehmlich blutig wird. Splatter steht aber nicht im Vordergrund des Films.
Auch die Grundstimmung des Films ist sehr gelungen und hinterlässt besonders nach dem derben, wenn auch abruppten Finale ein mulmiges Gefühl in der Magengrube.
TRILOGY OF LUST ist aber auch mal wieder ein gutes Beispiel dafür, wie krank japanischer Humor sein kann. Im Mittelpunkt des Geschehens steht nämlich neben Sex auch das tragische Schicksal der Charaktere, das bis zum Gehtnichtmehr ausgeschlachtet und schamlos zur Schau gestellt wird. Dazu kommt noch, dass dem Leid oft "witzige" Szenen untergemischt werden (z.B. muss Ah-Chi ihrem Gatten beim Liebesspiel mit einer Nutte zusehen, damit sie lernt, wie ihr Gemahl befriedigt werden will. Ah-Chi muss sich dabei Notizen machen, während er ihr sämtliche Stellungen vorführt).
Obwohl oder gerade weil der Film keinen Hoffnungsschimmer für die Charaktere in sich birgt und ihr Scheitern vorprogrammiert scheint, zieht der Film den Zuschauer mit seiner bedrückenden Atmosphäre in seinen Bann.
Fazit also:
Insgesammt also ein sehr dreckiger, sehr pessimistischer und sehr sehr sehr kranker, ekliger und perverser Sexfilm, den man sich wohl lieber in einer reinen Männerrunde ansehen sollte.
Devinitiv kein Streifen für den nächsten Familienabend oder für einen beschaulichen Abend zu zweit. Mit dem Streifen kann man sich glaub' ich echt Feinde machen, also: Bitte Vorsicht!!! Dieser Streifen ist nur abgehärteten Gemüter zumutbar!!!
PS: auch wenn das jetzt heißt, dass ich auch irgendwie 'ne Schraube locker hab oder 'n bisschen krank veranlagt bin, muß ich sagen: Ich find den Film echt gut.