Review

Wo sind eigentlich die Zeiten hin, in denen Bruce Willis und Richard Donner noch richtig gute Actioner gemacht haben?

Willis als der auf Heruntergekommen geschminkte Cop mit Alkoholwampe Jack Mosley soll einen Zeugen innerhalb von 2 Stunden zum 16 Blocks entfernten Gericht bringen. Was nach einem 08/15-Job riecht, wird schnell sehr gefährlich. Denn Mosleys Ex-Partner (David Morse) will den Zeugen tot sehen ...

Der Film an sich ist leider auch nicht mehr, als ein 08/15-Job für alle Beteiligten. Zugegeben, Bruce Willis macht seine Sache als versoffener Verlierer wie immer gut. Doch was soll dieser nervige Mos Def? Der Mann hat nur eine Funktion: Dem Zuschauer auf die Eier gehen. Sein end- und vor allem sinnloses Geplapper ruiniert fast jegliche Stimmung im Duell Willis/Morse! Ein Kopfschuss zu Beginn für Nervensäge wäre wohl das Beste gewesen, da Willis am Ende sowieso selbst den Zeugen gegen seine Kollegen spielt und Def somit komplett entbehrlich macht. Und keine Sorge liebe Leser dieses Reviews; damit verrate ich jetzt keine der eh nicht vorhandenen Wendungen!

Leider ist Regisseur Richard Donner seit dem Ende der "Lethal Weapon"-Reihe nicht mehr der selbe. Konnte er in seinen früheren Werken wie "Das Omen" noch für Spannung und Nervenkitzel sorgen, muss er sich nun seine Brötchen mit kleinen B-Movies wie diesem verdienen, welche nicht mal ein spannendes Drehbuch zu bieten haben. So ist "16 Blocks" ein weitgehend überraschungsfreies Katz-und-Maus-Spiel mit vorhersehbarem Happy-End und mittelprächtig gemachter Action.

Fazit:
Schade um Bruce Willis und David Morse! Die wenigen aufregenden Momente im Film werden von Quasselkopp Mos Def schier zu Tode geredet.
Aus Sympathie zu den beiden alten Hasen gebe ich 6/10 Punkten. "16 Blocks" hat mich alles andere als umgehauen!

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