Mit Jean Reno und Robert De Niro gleich zwei meiner Lieblingsschauspieler in einem Action-Thriller? Da kann ich eigentlich nicht unvoreingenommen, objektiv rezensieren…
Fünf Kämpfer – unter ihnen der Franzose Vincent (Jean Reno) und der Amerikaner Sam (Robert De Niro) – werden von einem unbekannten Auftraggeber für eine gefährliche Mission in Frankreich angeheuert. Sie sollen unter der Leitung der kühlen Deidre (Natascha McElhone) einen Koffer mit geheimem Inhalt stehlen. Was zunächst als leicht lösbare Aufgabe erscheint, entwickelt sich zu einem tödlichen Spiel auf Leben und Tod, bei dem schon schnell nicht mehr klar ist, wer mit wem unter einer Decke steckt.
Mit „Ronin“ ist Regisseur John Frankenheimer zweifelsohne ein Meilenstein des Action-Thriller-Genres gelungen, der in allererster Linie durch seine optische Erscheinung zu punkten weiß. Frankenheimer hat bewusst auf knallig-bunte Farben verzichtet, um dem Film von der ersten Minute an eine strenge Kühle zu verleihen. Doch nicht nur diese kleine Nuance des Films, die beim ersten Betrachten nur peripher auffällt, ist vom visuellen Standpunkt aus erstklassig gelungen. Es sind vor allen Dingen die rasanten, nervenaufreibenden Verfolgungsjagden, die wohl jedem Zuschauer noch länger in Erinnerung bleiben werden und die vor allen Dingen den Vergleich mit James-Bond-Filmen jüngeren Jahrganges nicht scheuen müssen. Optik: Volle Punktzahl!
Die Riege der Schauspieler, die sich in diesem Film die Ehre geben, liest sich wie die Gästeliste einer hochrangigen Filmpreis-Verleihung: Robert De Niro, Jean Reno, Sean Bean, Jonathan Pryce, Michael Lonsdale und Natascha McElhone; bei diesen Namen erübrigt es sich eigentlich, über die Leistung der Schauspieler zu sprechen. Das passt einfach alles hervorragend zusammen!
Und da wäre dann letztendlich noch die Story, die man sich im Falle von „Ronin“ genauer betrachten sollte. Im Großen und Ganzen ein dicht gestrickter, spannender Thriller, der lediglich zu Beginn ein paar Momente der ermüdenden Länge aufweist, mit zunehmendem Verlauf jedoch immer spannender wird und dadurch auch die eine oder andere Schwäche verzeihen lässt.
Was bleibt da eigentlich noch zu sagen? Stimmt: Nichts! Und aus dem Grund vergebe ich einfach 9 von 10 Punkten und ab sofort halten wir uns an die Lektionen 1 bis 3!