Mods vs. Rocker
„Quadrophenia“ fängt kritisch den Zeitgeist der rebellischen 60iger Jahre ein! „Love&Peace“ sind out!
Inspiriert vom gleichnamigen Album der Band „The Who“, drehte Franc Roddam ein Jugenddrama, was das subkulturell geprägte Gangleben eines Jugendlichen darstellt.
Wer sind die Mods: Mods ist die Abkürzung von Modernists. Im Gegensatz zu den Rockern definieren sie sich durch ihre:
1. Musikpräferenz: „The Who“, „The Kinks“, „The Rolling Stones“ usw.
2. Kleidung: Anzüge, Luke Perry Shirts, Parkas...
3. Fortbewegungsmittel: Motorroller, die mit vielen Rückspiegeln versehen sind
4. Betäubungsmittel: Pillen jeglicher Art, die sie aus Apotheken klauen
Sie verkörperten, überwiegend in Groß Britannien, den neuen „revolutionären“ Zeitgeist der 60iger! „WE ARE MODS, WE ARE MODS, WE ARE, WE ARE, WE ARE MODS!“
Jimmy ist ein Mod. Er erfüllt die soeben genannten Attribute dieser Subkultur in Perfektion.
Mit seinen Kumpels hängt er ab, schmeißt Pillen und heizt mit seiner Lambretta durch die Gassen, damit er sich von seinem langweiligen Job als Briefzusteller ablenken kann.
Jimmy will mehr vom Leben; er will Anerkennung und er will Spass.
Eines Tages trifft er einen alten Freund wieder, der aber gekleidet ist wie ein Rocker. Zuerst ist er irritiert, aber die beiden verstehen sich trotzdem gut. Doch eines Abends, als ein Mitglied der Mods zusammengeschlagen wird, trifft die rachesüchtige Gang auf Jimmys Jugendfreund und verprügelt ihn aufs übelste. Jimmy, der das sieht, macht sich aus dem Staub.
Jimmy, der gefrustet ist von seinem monotonen Alltag, fährt mit der Gang nach Brighton, um den verhassten Rockern richtig eins auf die Mütze zu geben. Dieser Tag wird der erlebnisreichste in seinem Leben werden...
In Brighton lernt er Ace (Sting), den Anführer der Mods kennen, prügelt sich mit Rockern und hat endlich Sex mit der scharfen Steph... Doch nach dem Aufstieg kommt bekanntlich auch der Fall und die Erkenntnis...
Schauspielerisch ist Phil Daniels in der Rolle des Jimmy Cooper spitzenklasse. Insbesondere am Ende, wo die Probleme sich häufen und er den Sinn des Lebens nicht mehr so recht erkennen mag, spielt er alle anderen an die Wand.
Für Sting übrigens, der die Rolle des Ace mimt, war „Quadrophenia“ das Leinwanddebüt.
Die Musik ist der absolute Hammer in diesem Film!!!
Neben „The Who“ bekommt man auch gute Tracks der „Yardbirds“, der „Kinks“ und „Chrystals“ zu Gehör und das rundet den Film perfekt ab!
„Quadrophenia“ sorgte in den frühen 80igern übrigens für eine kleine Revival-Aktion der Mods!
Gelungener Film der durch seinen Hauptdarsteller und die geniale Musik lebt und Sinnkrisen der Jugend im zeitgenössischen Kontext darstellt...Aber ganz ehrlich, soviel hat sich nicht verändert...
10 Punkte