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 Vierzehn Jahre nach „The Texas Chainsaw Massacre", der längst zum absoluten Kultklassiker wurde, erscheint diese Dokumentation, die diesen Kult näher beleuchten soll. Ein echtes Making Of hat es ja bei dieser Low Budged Produktion nie gegeben und so ist diese Dokumentation für den Fan des Films mit die einzige Möglichkeit hinter die Kulissen eines kleinen schmutzigen Films zu sehen, der das Horrorgenre geprägt hat, wie kein Zweiter.Es ist interessant zu sehen, was aus einigen der Darsteller 14 Jahre später geworden ist - Ich verrate nicht zuviel: Ein irrer Freak ist nicht darunter. Alles gediegene, ganz normale Menschen, die ihren Berufen nachgehen. John Dugan, der den über hundertjährigen Grandfather spielte, ist z.B. inzwischen Kellner, während Jim Siedow (Ihn konnten wir ja auch noch im zweiten Teil 1986 bewundern, leider ist er 2003 verstorben), Gunnar Hansen (Leatherface) und Edwin Neal (Der verrückte Anhalter) ihr Lebensunterhalt mit Theaterrollen, Werbespots und TV-Serien bestreiten. Millionär ist jedenfalls niemand von ihnen geworden. Das freilich kann man von Regisseur Tobe Hooper nicht behaupten - schade, dass er nicht dabei war. Schade auch dass Alle nicht dabei waren. Weder Sally noch Jerry und auch nicht Franklin, Kirk oder Pam. Die fünf Hauptdarsteller konnten nicht oder wollten nicht - schade. Gerade was Marilyn Burns, die als Sally die für mich in diesen Film die beste Scream-Queen aller Zeiten abgab (und das weit vor Jamie Lee Curtis aus „Halloween"), zu sagen hätte, wäre wahrscheinlich nicht nur für mich von brennendem Interesse gewesen. Nun ja - stattdessen plaudern die Anwesenden dann aber frei von der Leber weg, über die Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten am Set bei 38°C in Texas, bei faulendem Fleisch und stinkender Garderobe, die leider nur in einmaliger Ausführung, Wochenlang getragen werden musste. Edwin Neal erzählt, wie ihn auf dem texanischen Asphalt die Gesichtshaut buchstäblich wegbrutzelte und Jim Siedow spricht von seinem Skrupel, als er das Mädchen  immer wieder schlagen musste. Für Jeden, für den das gute Kettensägenmassaker mehr als nur irgendein Horrorfilm ist, ist diese Dokumentation sicherlich unterhaltsam und informativ. Sensationelle Neuigkeiten wird man nicht erfahren. Gern hätte ich Stimmen auch der anderen Darsteller gehört, die Berichte von Edwin Neal, Jim Siedow, Gunnar Hansen und John Dugan sind aber sehr authentisch und man kann sich auch vierzehn Jahre danach gut in die Strapazen des Drehs hineinversetzen.Für Fans des Horrorgenres und des Chainsaw-Kults unbedingt zu empfehlen, alle anderen werden sich langweilen.

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