Review

Auf dem Sterbebett ändert der Schlossherr von Darkwood sein Testament zugunsten seiner Enkelin. Seine Söhne erben nichts. Am gleichen Abend wird der Notar auf geheimnisvolle Weise umgebracht. Eine vermummte Mönchsgestalt mit einer Peitsche soll nachts mordend durch den Schlosspark geistern.

Der unheimliche Mönch ist zumindest der letzte Vertreter der deutschen Krimireihe, der noch im klassischen schwarz/weiß fotografiert wurde, was ihm aber nicht zum Nachteil gereicht. Irgendwie paßt diese Atmosphäre einfach gut zu den Wallace Verfilmungen und wenn das Schoß/Mädcheninternat auch noch den beutungsschwangeren Namen Darkwood Castle hat, strahlt dieses im nüchternen s/w Look gleich noch mehr Gefahr aus, als ohnehin schon.
Regisseur Harald Reinl steht dabei ja für zuverlässige Unterhaltung. Neben Ehefrau Karin Dor versammelte er die üblichen Verdächtigen, die man immer wieder gerne im Zusammenhang mit den Wallace Filmen sieht, nur Klaus Kinski sucht man im Cast vergebens. Die Story bietet dazu zudem gleich zwei Kriminalfälle zum Preis von einem. Was als muntere Erbschleicherei einer altehrwürdigen Familie beginnt, artet gegen Schluß zudem noch in einen internationalen Mädchenhandel aus, denn ständig verschwinden einige Damen aus dem gut gefüllten Internat.
Dazwischen steht dann noch der geheimnisvolle Mönch mit seiner schlagkräftigen Killerpeitsche, die mittels Gewicht am Ende den Opfern mühelos das Genick brechen kann. Die Farben von Scotland Yard werden dabei vom recht ernsten (im Vergleich zu Drache und Fuchsberger) Harald Leipnitz und dem leicht schusseligen ´Siegfried Schürenberg verkörpert, die alles unter einem Hut bringen müssen und hierzu sogar Brieftauben mit Helikoptern verfolgen lassen, bis es auf einem Schrottplatz zum bleihaltigen Showdown kommt.
Ziemlich überrascht war ich dann allerdings von der Demaskierung und der Auflösung wer denn in der Mönchkutte steckt und welche Motive die Person hat. Zugegeben, wer mitraten möchte, kann auf die Lösung kommen, aber als Kenner der Filme ist man doch ungläubig überrascht. Der unheimliche Mönch bietet dabei sehr solide Unterhaltung und wurde kurze Zeit später sogar erneut in Farbe gedreht, in einer Zeit in der Remakes noch die Ausnahme waren. Fans der Filme werden jedenfalls nicht enttäuscht sein.
7/10

Details
Ähnliche Filme