„Baywatch“, bis heute die beliebteste Fernsehserie der Welt, um ihren Baderentner Hasselhoff ist eines der sieben TV-Wunder (vielleicht warn’s auch mehr). Denn selten hat eine Serie mit solch schlechten Darsteller und solch beknackten Plots soooooo lange überlebt. Aber, die älteste Regel in diesem Buisness (und nicht nur diesem) ist bekanntlich ?? – richtig: SEX SELLS ! Diesem kurzen Satz nahmen sich die Macher an und es klappte.
Als ich ungefähr ein Drittel (etwa 5 ½) meines jetzigen Alters war, hasste ich diese Serie. Ich konnte mit den schicken, vollbusigen Damen in rot nicht viel anfangen. Aber später nahm „Baywatch“ einen wichtigen Platz in meiner Fernsehbiographie ein. Pamela und Co. haben einfach die nötige Bildschirmpräsens, um ihr geringes schauspielerisches Talent zu verdecken. Ober-Macker Mitch Buchannon alias David H. aus M. (Malibu) stört oft, denn muskulös ist Herr H. nicht mehr. Die Besetzung wechselte von Staffel zu Staffel, von allen Baywatch-Girlies war mir Erika Eleniak aber noch am sympatischsten und schauspielerisch am talentiertesten.
Storymäßig ging bei „Baywatch“ wenig bis gar nichts. GZSZ unter Palmen, mit mächtig (aufgesetzten) Emotionen, sexy Körpern und ein wenig Action haben die Storys der Episoden eigentlich alle das gleiche Thema: nette Boys und Girls retten sich selten blöd anstellende Badegäste. Zusammen mit ein bisschen Beziehungskitsch funktionierte das recht gut, wobei in Staffel 1 noch am meisten Drehbuchideen da waren. Das storymäßige Niveau (wenn es denn mal da war) nahm jedoch von Staffel zu Staffel ab.
Die Darsteller nutzten „Baywatch“ nur als Karrieresprung, geholfen hat es jedoch nur Pamela Anderson und – in gewisser Weise – Herrn H. der die Serie produzierte und sich so seine Rente sicherte.
Trotz dieser eigentlich tödlichen Defizite macht „Baywatch“ einfach Spaß. Sonne, Strand und sexy Körper verbreiten Urlaubsfeeling auf der Glotze, gemischt mit der passenden Musik war und ist „Baywatch“ ein Fernsehhighlight, dass jenseits von Krimi- und Comedyserien in die Geschichte eingehen wird.
Fazit:
“Baywatch“ ist ohne Frage eine sehr hirnlose Serie, die jedoch amüsiert und schick daherkommt. Ob nun Erika, Pamela oder Carmen, ich denke jeder wird seinen Liebling finden. Anschauen und entspannen.