Mitch Buchannon und seine Rettungsschwimmercrew sorgen Tag für Tag für die Sicherheit der Schwimmer, Taucher und Sonnenanbeter am traumhaften Strand von Malibu. Das eingespielte Team behält selbst in Notsituationen die Nerven und gibt alles, um Gesundheit und Leben der Badegäste zu schützen. Abseits der spektakulären Rettungsaktionen läuft das Privatleben der Rettungsschwimmer nicht immer in geregelten Bahnen. Unter der heißen Sonne Kaliforniens bleiben hitzige Konflikte und Emotionen nicht aus.
Ich denke mal das in den 90er jeder der seine Pubertät nicht schon vergessen hat oder gerade durchlebte zumindest sporadisch in diese Serie reingeschaut hat. Wenn Pamela Anderson in Zeitlupe über den Strand rennt und sich gewisse sekundäre Geschlechtsorgane wechselwirkend der Schwerkraft entgegen wippten, schluge einfach die Männerherzen höher. Abgesehen davon ist die Serie allerdings höchst durchschnittlich und versucht irgendwo den Mittelweg zwischen Soap und leichter Action zu gehen, ohne allerdings dabei irgendwie Tiefgang zu entwickeln.
Im nachhinein ist es aber dann schon fast wieder bewunderswert wie man aus dem einfachen Konzept "Bademeister rettet Ertrinkenden" in elf Staffeln beinahe 250 Geschichten erzählen konnte. Man erweiterete das Spektrum um SOS funkende Schiffe, versunkene Geldtransporter und später immer mehr auf persönliches Gedöns abseits des Strandes. Die Charaktere wechselten dabei schneller, als sich die jeweiligen Darsteller ihren roten Schwimmanzug anziehen konnten. Beinahe jede Staffel, wurde die hälfte der Besetzung ausgewechselt und druch neue Silikon- bzw. SixpackWunder aufgestockt. Irgendwann hat dann wohl jeder aufgehört eine sinnvolle Continuity zu erhoffen.
Apropos Hoffen, selbst the Hoff stieg gegen Ende der Serie aus, um dann mit Baywatch Nights mit derselben Figur ähnlich weiter zu machen (warum auch immer, bei Baywatch hätte er mehr an Dollar verdient). Aber auch all die Andersons, Bleeths, Eleniaks, Pauls und wie sie alle hießen sind heute weg vom Fenster, woran man auch deutlich erkennen kann, das Schauspielkunst beim Casting eher optional zum guten Aussehen war. Manchmal war es, zumindest bei mir, so, das ich eigentlich gar nicht schauen wollte, aber irgendwie doch hypnotisiert dabei geblieben bin. Nüchtern betrachtet ist Baywatch allerdings wirklich ein Fast Food Produkt ohne großen Nährwert.
5/10