Slasherhorror dieses mal aus Frankreich. Nachdem mit "Flashback", "Spiel der Angst" und "Cut" schon ausgesprochen gute Slasher-Streifen, außerhalb der USA, geboren wurden, wollte nun auch Frankreich mitmachen. Doch konnte es das Land auch bringen? JA! Und wie!
"Deep in the Woods" vereint typischen Slasher-Horror mit typischen französischen Filmelementen. Sprich, dass ganze wird etwas erotischer und optisch sauber und feiner in Szene gesetzt. Und das wirkt!
Wenn die Teenies mitten im Wald, bei einem verrückten Opa, der seinem Enkel mal etwas ganz besonderes bieten will, festsitzen, werden die Fingernägel kürzer. Denn die Dunkelheit und die Stille im Wald haben hier ihre volle Wirkung! Vor allem der typische französische- und märchenhafte Stil des Films bringt dem angestaubten Genre etwas Saft, in die so leblosen Knochen! Höchstens ein paar Längen trüben das Ganze etwas!
An Morden gibt es zwar nur wenig zu sehen, doch dafür allesamt recht deftig und schick inszeniert!
Die französischen Schauspieler spielen ihre Sache ebenfalls sehr gut und können für einen Slasher durchaus überzeugen.
Und auch die Musik ist mal was anderes. Denn neben dem üblichen Horror-Score, gefällt die Idee, anstatt nur üblicher Teenie-Mucke, einfach mal klassische Musik alla "Peter und der Wolf" zu spielen. Das gibt dem Ganzen mal einen ganz neuen Kick.
Fazit: Ein weiterer Beweiß dafür, das außerhalb von Amerika auch gute, wenn nicht sogar bessere, Slasher gemacht werden. Düster, spannend und sogar mit einigen neuen Ideen gespickt, spielt sich "Deep in the Woods" locker in höhere Slasher-Regionen. Der französische Stil ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber für Slasher-Freaks auf jeden Fall ein Hingucker wert. Für mich sogar mehrere!:-)
Wertung: 9/10