Les Mille Merdiers de l’Universe
Da muss wohl jemand zu heftig an der Crackpfeife gezogen haben: Aliens landen auf der Erde, die allerdings ohnehin schon aussieht, als sei sie von Außerirdischen übernommen worden – oder zumindest von einem Jeunet & Caro-Fanclub.
12.000 Menschen sind nach der Landung spurlos verschwunden. Professor Larsen (Tchéky Karyo), der als Kind wohl mal von Aliens entführt wurde, und Eva, die jüngste Sicherheitschefin aller Zeiten (Julie Delpy), begeben sich in die Alienlandezone, hübsch markiert durch eine fußballfeldgroße giftgrüne Zielscheibe. Dort werden sie von igelähnlichen Killermaschinen und menschenähnlichen Aliens angegriffen und finden den letzten Überlebenden der Invasion – einen Frosch. Im Erotiketablissement „Les Milles Merveilles de l’Universe“ haben Delpy und Karyo schwerelosen Sex in einer Art Gebärmutterkammer, was sich spektakulärer anhört als es aussieht.
Der Film klingt nicht nur albern, er sieht auch extrem trashig aus. Gefilmt wurde offensichtlich in leerstehenden Häusern, auf Brücken und Parkplätzen. Die Effekte haben einen ultrabilligen Look, die meisten Schauspieler scheinen keine Ahnung zu haben, was sie hier machen, der Regisseur schon gleich gar nicht. Lediglich Féodor Atkine geht in seiner geschlechtslosen Doppelrolle als Gouverneurin und Mad Scientist voll auf.
Es ist kein Wunder, dass der Film außerhalb Frankreichs kaum zu bekommen ist.