Review

,,Missing in Action" ist wieder einer dieser Filme aus der Reagen-Ära, vom Grundprinzip her genauso gestrickt wie ,,Rambo 2", doch ,,Missing in Action" war ein Jahr früher da.
Hier reist Colonel Braddock (Chuck Norris) nach Vietnam, um dort von einem vietnamesischen Gerichts vernommen werden soll wegen seinen Kriegsverbrechen gegenüber dem vietnamesischen Volk. Patriotisch wie der Film eben ist, behauptet Braddock, dass Vietnam ganz ganz böse war und immer noch amerikanische Kriegsgefangene im Dschungel versteckt hält. Davon wollen die Vietnamesen natürlich nichts hören und alle Welt braucht mal wieder Beweise, also macht sich Braddock auf den Weg, kauft ein kugelsicheres Schlauchboot mit einer M60, und stürmt im Alleingang den vietnamesischen Dschungel.
Die ,,Missing in Action"-Reihe wird von TV Today immer wieder als rassistische und gewaltverherrlichende Machwerke gesehen, die alle drei immer konsequent Wertung grauenhaft bekommen. Das stimmt eigentlich auch, doch Fans solcher Vietnamfantasien werden prächtig unterhalten. Braddock ballert unzählige Vietnamesen ab und das leider ohne blutige Einschüsse! Hier hätte man richtig auf den Putz hauen können und einen richtig fetten indizierten Gewaltstreifen zu Tage bringen. Brutal? Ja. Blutig? Leider nein. Mit einer Freigabe ab 16 ist das leider auch nicht möglich.
Chuck Norris hat diesen Film seinem Bruder gewidmet, der 1970 in Vietnam gefallen ist. Doch ein solches Werk einem Toten zu widmen? Naja. Da wird schon ein gewisser Hass gegen Vietnam deutlich.

Fazit: Stumpfsinniges Geballer ohne Sinn. Wer auf sowas steht, dem kommt dieser Film zu Gute. Das ist bei mir der Fall.

7/10 Punkte für den Auftakt der von TV Today so verabscheuten Actionreihe.

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