Der ehemalige Soldat Braddock (Chuck Norris) wird in Vietnam vor ein Kriegsverbrechertribunal gestellt. Er soll im Vietnamkrieg Zivilisten gefoltert und ermordet haben. Stimmt natürlich nicht. Alle Zeugen sind von der Regierung bestochen. Doch Braddock hat noch ganz andere Gründe für seinen Auslandsaufenthalt. Er will amerikanische GI's, die seit dem Krieg als Geiseln in Foltercamps gehalten werden, befreien und zurück in die Heimat bringen...
USA! USA! Es gibt intelligente Antikriegsfilme wie APOCALYPSE NOW und FULL METAL JACKET. Filme, die den Vietnamkrieg kritisch beleuchten, seine Gräuel und Schrecken, sowie die Sinnlosigkeit des Mordens aufzeigen. Und es gibt MISSING IN ACTION. Ein brachialer Klopper und ein Klassiker unter den Chuck-Norris-Filmen. Norris trägt Vollbart und eine für seine Verhältnisse anständige Frisur. Er beschimpft die Vietnamesen als "verdammte Saubande". Mit der holden Weiblichkeit springt er ebenso charmant um: "Ich zieh mich aus, Kindchen! Läuft Ihnen schon das Wasser im Mund zusammen, oder wie!?" Norris fuchtelt zähnefletschend mit dem Maschinengewehr und sieben Schlitzaugen tanzen den Zappeltanz. Norris hängt ballernd an der Strickleiter am Heli. Dauerfeuer und Explosionen. Norris hat dabei die Kaltschnäuzigkeit von Günter Netzer. Frisurtechnisch bestehen auch Ähnlichkeiten. Bestimmt kommt eines Tages raus, dass die Beiden ein und dieselbe Person sind.
Body Count: 63
Fazit:
Aus moralischer Sicht ganz schlimm. Actiontechnisch auch alles andere als der Bringer. Die Story ist zusammengeschustert und fadenscheinig. Dann doch lieber RAMBO II.