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Die Niederlage im Vietnam Krieg hinterließ beim amerikanischen Volk und vor allem dessen Militär Apparat eine tiefe Wunde. So beschäftigte sich Hollywood auf zwei Arten mit der Verarbeitung des Traumas. Während Filme wie Apocalypse Now sich kritisch damit beschäftigen, setzte die Missing in Action Reihe andere Schwerpunkte.


Von seiner Vergangenheit geplagt, schließt Colonel James Braddock sich zehn Jahre nach seinem ersten Vietnamtrip einer Delegation an, die mit den Kommunisten Verhandlungen über die Freigabe von Kriegsgefangenen führen soll. Als diese nicht fruchten, will Braddock die Inhaftierten auf eigene Faust befreien. Ann Fitzgerald, eine Beamtin des Verteidigungsministeriums, und Braddocks Armeefreund Jack Tucker helfen dem Elitekämpfer, an streng geheime Informationen und eine Waffenausrüstung zu kommen....

Stereotypen Charakte, jede Menge Klischees, des öfteren aussetzende Logik und vor allem eine üble Ladung Rassismus "zeichnen" das Machwerk von Regisseur Joseph Zito aus. Auch in Sachen Tempo sowie Action gestaltet sich die Angelegenheit überraschend Hüftlahm, da vor allem in der ersten Filmhälfte beides sehr gemächlich daherkommt bzw unspektakulär ist. Immerhin wird das ganze im Finale besser und so kann etwas Boden gut gemacht werden in Form einiger sehenswerter Stunts sowie Explosionen. 

Dennoch ist der erste von drei Missing in Action Filmen ein Paradebeispiel, warum Norris Filme mir persönlich kaum zusagen, da zu viele von einem zweifelhaften politischen Ton geprägt sind. Während aber Trash Spektakel wie Jäger der Apokalypse, der ebenfalls im Vietnam Setting beheimatet ist, dennoch es schaffen einen gewissen Unterhaltungswert zu bieten, macht Zitos Film wenig Spaß.

So reicht es mit Ach und Krach nur für 4 Punkte. 

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