Eine junge Dame ist im Bad und putzt sich die Zähne. So weit, so gut. Dann sieht sie sich die Zahnbürste an, und beginnt mit dem spitzen Ende zu masturbieren, bis literweise Blut aus ihrer Scheide fließt. Als ihr das zu langweilig wird, fängt sie an ihre eigenen Finger zu essen, und verblutet dann anscheinend letzentlich auch (oh Wunder!). Schnitt. Wir sehen eine andere junge Dame, die einen Apfel isst. Da ihr dies anscheinend zu langweilig ist, holt sie ein Messer heraus, öffnet sich die Pulsadern, und schneidet sich, währenddessen sie verblutet, den Bauch auf, zieht ihre Gedärme heraus und frisst sie.
Regiesseur Anal Anaru (Spitzname sagt schon alles) dürfte eingefleischten Japan-Sicko Freunden nicht unbekannt sein, ersann er doch den berühmt-berüchtigten Fake-Snuff/Sado Maso Folterfilm "Niku Daruma - Tumbling Doll of Flesh". Nun hat sich der gute Mann es sich jedoch nicht nehmen lassen, ein Jahr später noch einen perversen Film für die blutdürstige Masse an japanischen Direct to Video Freaks herzustellen, und das Ergebnis ist Women's Flesh.
Kurz und bündig: der Film hat keine Handlung. Man bekommt diese beiden Tötungsszenen serviert, ohne dass irgendein Bezug zwischen den beiden Frauen hergestellt wird, oder irgendetwas auch nur in Ansätzen erläutert wird. Nur in einer kurzen Rückblende innerhalb der ersten "Episode" wird gesprochen. Aber das kennt man ja aus Niku Daruma und Guinea Pig, und diese Filme haben ja bekanntlich auch eine nicht unbedeutende Zahl an Anhängern.
Women's Flesh ist eigentlich reine Fetish Pornographie, gemischt mit einer gesunden Dosis Sadismus und Splatter. Dabei ist alles wirklich sehr in die Länge gezogen, und teilweise mit den "Harakiri" Teilen vergleichbar, nur dass die viel schlechter sind, da besteht kein Zweifel. Minutenlang sieht man, wie die Frau mit der Zahnbürste in iher Vagina herumbohrt, und literweise Blut herausfließt. Dabei hat man sich entschlossen, eine so unverschämte Großaufnahme zu wählen, dass auch die altbekannte Fogging Zensur nicht wirklich zensiert. Auch die Szene mit den Fingern ist sehr eklig gemacht, und auch das Herausziehen der Organe und die Öffnung der Pulsadern sind schön eklig anzusehen und voyeuristisch in Szene gesetzt.
Um die prädestinierte Langeweile etwas zu vertuschen, wählt der Regiesseur desöfteren optische Hilfsmittel und Farbveränderungen, welche stark an Violent Shit 1 erinnern, dem Tembre des Films aber eigentlich sehr zu Gute kommen.
Kurz gesagt ist Women's Flesh eine echte Kuriosität und klares Fallbeispiel für ein Randprodukt im klassischen Sinne. Diesen Film findet man nicht ok, man findet ihn klasse oder macht ihn sofort aus. Voyeuristisch und pervers angehaucht bietet Amaru Genreunterhaltung für eine schwammig definierte Zielgruppe, die jedoch ihren Spaß damit haben dürfte. Von mir gibts aber trotzdem
7/10 (Japan Sicko Bonus)