Ein Neo-Slasher im Stil der 60er-Jahre-Beach-Party-Movies? Sachen gibt’s. Aber... why not? Die 16jährige Florence Forrest (Lauren Ambrose), genannt Chicklet, schmeißt sich an den Surfer-Gott "The Great Kanaka" (Thomas Gibson) ran, damit er ihr das Surfen beibringt & sie mit den coolen Jungs der Szene in Malibu abhängen kann. Das läuft nicht so schlecht, auch wenn sich ihre beste Freundin Berdine (Danni Wheeler) vernachlässigt fühlt. Unglücklicherweise passieren mysteriöse Morde & zwar immer dann, wenn bei Chicklet, die an einer dissoziativen Identitätsstörung leidet, die zweite Persönlichkeit die Kontrolle übernimmt. Komisch.
Psycho Beach Party ist der Gute-Laune-Bär unter den Neo-Slashern, ein entwaffnend albernes (aber gar nicht dummes) & hinreißend liebenswertes Fun-Flick, gleichermaßen campy Schlitzerfilm wie spaßig-schräge Beach-Party-Hommage/Parodie. Dass der Streifen so gut funktioniert, liegt an den herrlichen Figuren & an den Darstellern, die sie zum sympathischen Leben erwecken, allen voran natürlich Lauren Ambrose, unvergessen als Claire Fisher in Six Feet Under, die hier als naives Psycho-Strandhäschen brilliert. Die anderen Schauspieler kamen mir z. T. vage bekannt vor, ohne dass ich sie irgendwie zuordnen konnte, mit einer Ausnahme: Amy Adams.
Dass Psycho Beach Party rocken wird, macht eigentlich bereits der arschcoole Vorspann klar, wo sich ein sexy Girl inmitten der Credits leidenschaftlich einen abtanzt. Der Soundtrack ist geil, die mit satten Farben versehene Retro-Optik gefällt, die gekünstelten Dialoge ließen mich oft schmunzeln & der Nebenplot um eine B-Movie-Schauspielerin (Kimberley Davies), deren neuester Streich The Pizza Waitress with Three Heads nebst Attack of the 50 Foot Woman gerade im Drive-In läuft, macht ebenfalls Laune. Außerdem herausragend: Die "weltbesten" Surf-Szenen! Schade, dass Robert Lee Kings nostalgisches FUN-Movie an den US-Kinokassen abgesoffen ist.
7,5/10