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Eine Reihe von Seebeben beunruhigt die Einwohner des polynesischen Inselparadieses Malau. Gemeinsam mit seinem Sohn Brandon macht sich der alleinerziehende Meeresbiologe Jack Ellway auf den Weg nach Polynesien, um mit Hilfe seiner Kollegin Dr. Alyson Hart die Auswirkungen der Beben auf die Meeresfauna zu untersuchen. Bei ihren Untersuchungen erfahren Jack und Alyson von mehreren ungeklärten Todesfällen von Schwimmern und Paddlern. Gerüchte über ein geheimnisvolles Seeungeheuer machen die Runde, und schon bald entdeckt Jack im Seegebiet um die Insel tatsächlich ungewöhnliche Urzeit-Kreaturen, die durch das Seebeben offenbar wieder zum Leben erweckt wurden.

Ob es wohl ein Zufall ist, das Emmerichs Godzilla und diese kleine TV-Produktion im gleichen Jahr rausgekommen sind? Haben die Gargantua Macher hier etwa ganz böse abgekupfert und ihren eigenen Sparstrumpf-Godzi ins Rennen geschickt? Das kann man glaube ich klar mit nein und ja (und zwar in dieser Reihenfolge) beantworten, denn deutlicher können die Parallelen eigentlich kaum noch ausfallen. Jedenfalls sind hüben wie drüben die Riesenechsen aus dem Pazifik on the Loose, nur das es eben hier noch Saurier aus der Urzeit sind, die aus irgendwelchen Gründen in einer Felsspalte eingeschlossen überlebt haben, sich dabei wohl von Luft, Liebe und vom Fels weggelutschtem Moos ernährt haben und durch aktuelle seismische Aktivitäten ins Freie gelangt sind.
Wer sich hier aber auf zünftigen Monsterhorror im Stile von Creature from the Black Lagoon oder der weiße Hai hofft, wird allerdings schon beim ersten Anblick entweder in Tränen oder in wildes Gekicher ausbrechen. Das Vieh, das ich jetzt einfach mal Gummisaurus taufe, gibt es in drei verschiedenen Größeklassen und zuerst darf Babysaurus von des Heldes Sohn gefunden werden und das Knuddelteil sieht eher noch dämlicher aus, als das Balg in den Godzilla Filmen. Apropos Godzilla, selbst die größeren Eltern verbreiten wenig Schrecken. Schlechtes Aussehen kennt man ja in billigen Creature Features, aber hier sehen selbst noch die Godzilla Suits aus dessen böser Phase in den 60ern noch zigmal besser und bedrohlicher aus.
Auch die Rahmenstory um den Erdbebenforscher kann den Abend kaum retten. Schön das dessen Weibi schon tot ist und sich eine attraktive Ärztin den Junior versorgt, da kann man gleich mal Love Story auf der Checkliste abhaken. Dazu kommt noch ein gieriger Neuseeländer, der permanent Stunk macht und aus den Viechern Geld machen will, während Jack alle Hände voll zu tun hat die Spezies zu bewahren und das angerückte Militär vom Abknallen abhalten will, was zumindest so lange funktioniert, bis die GI´s die dicke Bazooka auspacken. Kein Klischee ist zu platt, um es nicht noch einmal aufzuwärmen und im Showdown dieser Kunstform die Krone aufzusetzen. Statt Action, Blut, Spannung oder wenigstens eine handvoll Bikini Miezen, gibt’s da leider nur langes Warten und viele Dialoge. Das war leider nix.
3/10

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