Hexerei, dieses Franchise!
„Witchcraft“ war der Start einer der vielteiligsten und freizügigsten (!) Horrorreihen aller Zeiten - dabei hätte man eigentlich schon nach diesem miserablen Auftakt sofort aufhören müssen… Erzählt wird von zwei neuen Eltern, deren Stammbaum zwischen Satanskult und Hexenverbrennung den beiden und ihrem süßen Babyboy alles andere als eine friedliche Eingewöhnungsphase gönnt…
Verbrennt dieses Franchise bei lebendigem Leib!
Ich habe nicht schlecht geguckt, als ich gesehen habe, wieviele „Witchcraft“-Fortsetzungen es mittlerweile gibt, bis heute produziert werden. Das ist ja verrückter als bei „Puppet Master“! Und erst recht wenn man diesen grottigen Ursprung gesehen hat, bei dem man einfach nur froh ist, wenn er vorbei ist - und nicht noch zwei Dutzend weitere Teile sehen möchte! Aber jedem das Seine und Hexenhorror geht wohl immer, damals in den Videotheken genauso wie heute im Streamingsumpf und den unergründlichen Jagdgründen etwa von Amazon Prime. „Witchcraft“ wirkt wie ein effekthaschender und blutiger „Rosemaries Baby“-Abklatsch. Polanski trifft Ittenbach. Aber eben in total plump, dilettantisch und eigentlich zu keinem Zeitpunkt ernstnehmbar. Als ob ein paar Filmfreunde sich eine Kamera geschnappt, an einem Abend das „Drehbuch“ hingerotzt und einfach mal gemacht haben - komplett ohne die Faktoren Charme und Amateurkreativität. Mit etwas Härte, zugegeben. Aber das war’s dann auch schon. Eine ziemliche Zeitverschwendung. Und für mich alles andere als kultiger Indie-Horror. Nochmal: vollkommen unverständlich und fragwürdig, warum daraus ein Franchise wurde und derartige Auswüchse entstanden.
Randale im Karnevalsladen
Fazit: ein Franchise wie die Pest - und „Witchcraft“ ist die Wurzel des Übels!