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Hin und wieder wird man mal leichtsinnig und programmiert irgendwelche Filme, die nachts um 3 Uhr eben noch nicht vier mal pro Jahr auf diversen Kabelsendern in der Endlosschleife und stößt so auf Filme wie „Alien Predators“, der wohl nur alle halbe Jahrzehnte mal zu Mondaufgang zwischen Telefonshows versteckt wird.

Nach Ansicht weiß man auch gleich wieso, wir haben einen hier einen typischen Semi-Mini-Budget-Bastard aus der „Ich-probier-mich-aus“-Phase werdender TV-Regisseure der 80er Jahre. Deran Serafian ist sicherlich kein Kubrick, hat aber im Rahmen seiner Möglichkeiten wohl versucht, mal was Anderes als den immer gleichen 0-8-15-Slasher zu drehen, weswegen das fertige Produkt dann auch gleich mal drei Jahre eingelagert wurde (der Film wurde 1984 gedreht).

Worum geht’s? Einerseits gibt’s einen lustigen Alienvirusausbruch aus einem Labor irgendwo an einem der abgelegeneren After des Planet, in diesem Fall der spanischen oder portugisischen Einöde, wo natürlich ein paar Touristen trotz allem die Ruhe von der Welt suchen. Unterwegs dorthin sind auch drei junge Amis, zwei pubertär wirkende Jungs und das mädchenhafte Gewissen, um das natürlich ein gewisser hormongesteuerter Tanz aufgeführt wird. Da juckelt nun also ein Wissenschaftler durch die Gegend, der retten will, was geht bzw. vernichten, was muß und unsere College-Herzis, die sich auf einmal von sich leicht tollwütig gebärdenden und vor sich hinmutierenden Einheimischen umzingelt sehen, die öfters gern mal zermatschen, zerfließen oder um sich spritzen.

Das alles in einer ziemlich beklemmenden Abgeschiedenheit eines fremden Landes spielen zu lassen, wo man durch zunehmend leergefegte Kleinstädte und Dörfer fährt, ist ein schon öfter benutztes Stilmittel, funktioniert aber immer sehr gut und sorgt auch hier für die besten Szenen, denn Dialoge sind nicht Sarafians Stärke. Vielmehr zeichnen sich seine Landsleute hier streckenweise durch extrablödes Verhalten und saublöde Äußerungen auf Billigwitzniveau aus, was im krassen Gegensatz zu manch bedrohlichem Bild steht.
Wenn etwa die einzigen anderen Urlauber im Wohnwagen nebenan schließlich Virusopfer werden und es gar heftig aus der Tür splattert, kommt sogar Atmosphäre auf, die Verfolgungsjagd durch ein mysteriöses Auto dagegen zerstört mehr Stimmung als das es für Spannung sorgen kann.

Für die Fans gibt ein paar budgetbedingt richtig gute Matscheffekte und den üblichen Schlußclou, aber so ganz ernst gemeint ist das dann doch alles nicht, was eigentlich der größte Fehler der Produktion ist, denn die Teile wollen nicht zueinander passen und so wirkt dann doch alles etwas zerfahren.
Wahrhaft erinnernswert ist das wohl alles nicht, aber ich hab schon endlos Langweiligeres auf dieser Budgetstufe gesehen, mit dem man sich die Restnacht nach der Disse um die Ohren hauen kann, auch wenn es nur für 3/10 reicht.

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