Review

Edel-Langeweiler aus dem Hause der Shaw Brothers. Wer bei der Story um einen nekrophilen Prostituiertenmörder wunderwas erwartet, kann sich für die nächsten Stunde in der gepflegten Tristesse einmieten. So überzeugt "Corpse Mania" mehr durch seine opulente Ausstattung und seine schöne Fotographie, wenngleich hier wiederum jede Menge zeitgeisttypischer Weichzeichner und milchige Bilder verwendet wurden.

Erst in der letzten halben Stunde werden wir daran erinnert, dass wir uns eben doch noch in einem Horrorfilm befinden. Dann darf der Schlitzer das Fleischermesser rausholen und einpaar mit Maden überwucherte Leichen gibt es auch in Großaufnahme. Alles in allem jedoch zu wenig, um wirklich zu überzeugen. Immer wieder kippt der Streifen in Richtung Kostümdrama, um von einem endlosen Dialog in den nächsten abzuschweifen.

Selbst vor über zwanzig Jahren, in Zeiten von Astro, X-Rated und Co. erfuhr "Corpse Mania" keine verspätete Ehrzuweisung, um maximal als direkter Asienimport erwerblich zu sein. Ist ehrlich gesagt aber auch kein Wunder, denn nur einpaar schöne Bilder und stattliche Kostüme machen noch lange keinen guten Film. Echter Thrill stellt sich keiner ein, härteres Zeugs wurde in den Cat.III-Gefilden bekanntermaßen produziert.

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