Jane beginnt eine Affäre mit ihrem Kollegen Ray, der sie daraufhin schnell wieder sitzen lässt. Aus ihrem Liebeskummer heraus verfasst sie unter einem Pseudonym die "Alte Kuh"-Theorie, wonach Männer stets auf der Suche nach neuen Frauen sind, liegt halt in ihrer Natur.
Klingt nicht sonderlich spannend, ist es auch nicht. Die ohnehin nicht gerade originelle Handlung schleppt sich sehr zäh und mit einigen Längen zum schon nach wenigen Minuten absehbaren Happy-End, dass auch noch sehr aufgesetzt und künstlich wirkt, wodurch der Film auch noch den letzten Rest an Glaubwürdigkeit verliert.
Für ein Drama ist die emotionale Rehabilitation einer enttäuschten Frau viel zu blutleer inszeniert worden - ein paar Tränenausbrüche reichen zur Darstellung von menschlichen Gefühlen eben nicht aus.
Für eine Komödie ist der Film eindeutig zu humorlos - einige markige Sprüche von Ober-Hengst Hugh Jackman und eine ziemlich lächerliche Cheerleader-Einlage von Ashley Judd können einem höchstens ein Schmunzeln entlocken - immerhin.
Kurzum: "Männerzirkus" ist eine sehr unausgewogene Farce über gescheiterte und aufkeimende Beziehungen mit der altbackenen Botschaft, dass die Zeit alle Wunden heilt - und eine neue Liaison dabei durchaus hilfreich sein kann. Letzteres hätte man am Ende auch subtiler rüberbringen können - stattdessen ein völlig überflüssiger Schlussdialog und die folgende totale Einstellung auf das glückliche Pärchen - kein Kommentar!
Dass man den Streifen allerdings doch gern bis zum Ende anschaut liegt einzig und allein an den glänzend aufgelegten Hauptdarstellern: Ashley Judd kommt trotz ihrer Neurosen immer sympathisch rüber, auch Hugh Jackman kann durchweg überzeugen. Der Rest der Besetzung ist zwar namhaft, aber schauspielerisch auf eher durchschnittlichem Niveau (was aber an den Charakteren liegt).
Durchschnittliche Beziehungskiste, die unmotiviert wirkt und wegen fehlender Romantik auch für einen Abend zu zweit nicht unbedingt zu empfehlen ist.
5/10