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Die große Terrorwelle, ausgelöst durch "Wrong Turn", "Saw" und Konsorten, scheint langsam aber sicher abzuflauen. Schluss mit Horror ist deshalb aber noch lange nicht. Zombiefilme kommen wieder verstärkt in Mode. Nachdem unter anderem ein paar ganz ordentliche Fortsetzungen ("Resident Evil: Extinction" usw) das Licht der Welt erblickten kommen nun immer mehr, teilweise recht billig produzierte Zombiefilme (zum Beispiel "War of the living Dead") auf den Markt, die leider nicht allesamt so gut sind wie sich das der Freund von Untoten erhofft.

Ein recht unterhaltsames, weil temporeiches und teils auch relativ blutiges, Direct to DVD-Release liefert uns der gebürtige Amerikaner Steven C. Miller mit seinem ordentlichen Regiedebüt "Automaton Transfusion". Viele total unbekannte und unerfahrene Jungdarsteller, die ihre Sache aber beherrschen, einige doch recht gute Splattereffekte und jede Menge blutrünstige Zombies; so könnte man dieses Werk grob umschreiben.

Die glorreichen Zeiten eines George A. Romero sind ja leider Gottes vorbei. Der Mann ist zwar noch aktiv, doch irgendwie sind seine neuen Filme keine wirklichen Brüller mehr, auch nicht die Fortsetzung zu seiner "of the Dead"-Reihe. Miller hat zwar kein so großes Budget usw zur Verfügung, weiß dafür aber wie man einen Zombiefan glücklich macht. Die Story ist natürlich altbekannt. In irgendeinem Labor geht ein Experiment schief und nachdem dort schon das erste Blut vergossen wurde (übrigens sehr hübsch anzusehen die Szene) dauert es nicht lange da breitet sich das Virus über die gesamte Stadt usw aus. Das Erstaunliche an "Automaton Transfusion" ist jedoch, dass hier ausnahmsweise mal nicht "Resident Evil Apocalypse"-like sofort die ganze Menschheit, bis auf wenige Ausnahmen, ausgerottet und in Untote verwandelt worden ist, sondern das das Ganze hier zu Anfang noch relativ gut aufgeteilt ist, sprich etwa die halbe Bevölkerung ist Mensch, die andere Hälfte ist Zombie. Ob man das als wirkliche Innovation bezeichnen kann wage ich jedoch zu bezweifeln.

Aber mal ehrlich, wer legt bei einem Zombiefilm schon großen Wert auf Story? Die meisten sehen sich doch solche Filme an wegen des vielen Blutes usw. Gorehounds können hier durchaus beruhigt sein. Da werden zum Teil Köpfe abgetrennt, Herzen rausgerissen und noch so manche Schweinerei mit den armen Teenies angestellt. Natürlich ist "Automaton Transfusion" noch nichts gegen "Dead Men Walking", doch mit zunehmender Laufzeit wird hier ganz schön gemetzelt. Erfreulich!

Unter dem Strich ist "Automaton Transfusion" ein sehr kurzweiliges Zombiegemetzel, das aufgrund fehlender Innovationen usw keinen Horrorfan wirklich vom Hocker hauen wird, ihn aber immerhin gute 75 Minuten recht ordentlich unterhält.

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