Wie aus dem Nichts bricht eine infernalische Zombieseuche über ein kleines Nest herein. Ein paar Jugendliche versuchen sich bis zur Highschool durchzuschlagen. Aber ob da Rettung wartet…?
Mit AUTOMATON TRANSFUSION (zu Deutsch: „Run For Blood“) erreicht uns das neueste Low-Budget-Zombiemassaker aus den Staaten. Und ich rede jetzt nicht von „Low Budget“ im Sinne von „Snakes On A Plane“ oder alle, was in den 80ern gemacht worden ist. Sondern von noch mindestens ein Stockwerk tiefer, wo wir dann bei Machwerken Marke: Grabbeltisch angelangt wären.
„Uh, nicht schon wieder ein Zombiefilm!“ hör’ ich da einige, wohlmöglich sogar viele, murren – und das zu Recht: das Genre gilt seit Längerem als restlos ausgebeutet und der Zuschauer als übersättigt. Klar, ein paar ganz brauchbare Vertreter hat der Tsunami der Untoten, den Filme wie „28 Days Later“ oder das „Dawn Of The Dead“-Remake losgetreten haben, mit Sicherheit an Land gespült (siehe „Evil“, „Dead Meat“). Mit der Fülle an Ramsch und billig produzierter Zombie-Massenware (siehe „City Of The Dead“, „War Of The Living Dead“, „House Of The Dead 2“) lässt sich aber auch heute noch locker jeder noch so blaue Himmel verdunkeln.
Fein. Da wir mittlerweile alle wissen, wie so ein Zombiefilm von Statten geht, und weil hier die Story auch nicht sonderlich anders ausfällt, wie in den 1 Mrd. Zombiestreifen zuvor, lasst uns einfach mal das Wesentlich aus dem Gedärmeeintopf herausfiltern:
Zombie-Make-Up: okay.
Zombie-Art: Laufzombies.
Zombie-Counter: Premutos.
Härtegrad: fortgeschritten.
Waffen: Pumpgun, Hammer, Kettensäge, Baseballschläger.
Gore: Headshots, blutige Bisse, Amputationen.
Gore-Highlights: abgerissener Unterkiefer, Fötus-Szene (-> „Antropophagus“) – hört sich jetzt krasser an...
FX: billig bis gut
Story: mau + hundert mal da gewesen.
Schauspieler: geht so bis „naja“.
Spannung: mittel.
Humor: nein.
Was bleibt unterm Strich: Ein billig produziertes Zombiefilmchen mit grobkörniger Wackelkamera-Optik, einigen netten Splattereinlagen und einem 08/15-Handlungsverlauf. Dazu noch volles Rohr Highschool-Emo-Mucke auf die Lauscher und viele Jungdarsteller, so dass das Resultat einem „Dance Of The Dead“ ziemlich nahe kommt, nur düsterer und ernster, vom Unterhaltungswert her aber deutlich darunter anzusiedeln.
Und trotzdem erlebt man mit AUTOMATON TRANSFUSION endlich wieder einen zumindest einigermaßen gelungenen Low-Budget-Zombiestreifen, was wohl den teils doch recht kruden Splatter-FX angerechnet werden muss.
„Irgendjemand lebt noch und wir müssen ihn finden!“
Fazit:
„Dance Of The Dead“ ohne die Gags – kann man, muss man nicht. Für Zombiefans aber gewiss ein gefundenes Fressen.