Review

"Automaton Transfusion" so der Originaltitel, wurde bereits im Jahr 2006 gedreht und fand erst jetzt den Weg nach Deutschland. Offenbar fand Sunfilm den Titel nicht so gut und taufte ihn kurzer Hand in "Run for Blood" um. So weit so gut, ein weiterer Zombieflick was im Moment unter vielen neuen Regisseuren recht beliebt ist. Habe ich auch nichts dagegen, denn ich schaue mir sehr gerne gute Zombiefilme an. Allerdings liegt die Betonung auf "gute" Filme.
Was aber bitte hatte sich Steven C. Miller dabei gedacht als er dieses Werk verbrochen hat. Bevor der Film anfängt kommt ein Hinweis des Regisseurs, dass ein grobkörniges Bild und diverse Kamera Variationen als Stilmittel gedacht sind und dies  so gewollt ist. Das hat mich schon etwas verunsichert und ich sollte recht behalten. Schon bei den ersten Szenen traute ich meinen Augen nicht. Die Bildabfolge wirkte wie zeitversetzt und die Kamera wackelte furchtbar. Die Bildqualität ist meist wie in einem schlechten Amateurfilm. Nach zehn Minuten musste ich dann bereits die Vorspultaste für einige Sekunden drücken, was ich öfter wiederholte.

Das einzig positive an "Run for Blood" ist das hohe Tempo und der Verzicht auf Humor. Glücklicherweise beträgt die Nettolaufzeit gerade mal 70 Minuten.
Zu den Splatter F/X kann ich leider nur sehr wenig sagen, da die Kamera bei den Zombieangriffen so massiv wackelt, daß man rein garnichts erkennen kann. Vom Gefühl her sind sie ebenfalls unterdurchschnittlich. Auch das Make up der Zombies ist richtig schlecht. Die Gesichter sind einfach nur bemalt.
Ich hatte nicht gedacht das es nach "28 Weeks later" noch schlechter gehen kann, aber wie heißt es so schön, man lernt jeden Tag dazu.  

"Run for Blood" hätte ein guter Zombieflick werden können, denn das Tempo ist ansprechend, auf Humoreinlagen wird verzichtet und die Darsteller sind auch nicht ganz schlecht. Wenn kein ausreichendes Budget zur Verfügung steht, dann soll man eben keinen Film drehen, schon gar keinen Zombiefilm, denn was da herauskommen kann sieht man bei diesem Streifen. Zu allem Übel soll aus "Run for Blood" auch noch eine Trilogie entstehen. Na dann gute Nacht und Amen, aber sicher ohne mich!

2,5/10

Details
Ähnliche Filme