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Während der 70er Jahre testet die US-Armee eine Methode, die tote Menschen reanimiert und zu Kampfmaschinen für den Vietnamkrieg macht. Doch das Experiment geht schief, da sich die Wiedererweckten nicht kontrollieren lassen. 30 jahre später werden die geheimen Forschungen wieder aufgenommen. Das erneute Scheitern der Wissenschaftler ist der Todesstoß für die Kleinstadt Grover City, die unfreiwillig zum "Testgebiet" erklärt wurde und nun von Horden menschenjagender Untoter angegriffen wird. Eine Gruppe Jugendlicher versucht, in diesem Chaos aus Tod und Gewalt zu überleben - und einen Weg aus der Stadt zu finden...


"Run for Blood" ist das Erstlingswerk von Regisseur Steven C. Miller und die neueste Zombie-Variante, die über den großen Teich zu uns geschwemmt wurde. Von Beginn an ist es sehr offensichtlich, das es sich hier um eine waschechte Low Budget Produktion handelt, was aber keinesfalls abwertend gemeint ist. Denn trotz des niedrigen Budgets kann sich das Gesamtergebnis durchaus sehen lassen und bietet vor allem einen extrem hohen Unterhaltungsfaktor.

Man sollte hier allerdings keine ausgefeilte Geschichte erwarten, die eventuell auch noch mit tollen Darstellern besetzt ist, denn das wird hier definitiv nicht geboten. Wenn man sich nicht vor der Sichtung des Films die Inhaltsangabe auf der Rückseite des Covers durchliest, erfährt man die Gründe für die hier auf einmal auftretende Zombie-Seuche erst ganz am Ende des Films, doch eigentlich ist das hier auch gar nicht erforderlich, da die sogenannte Story nicht mehr als notwendiges Beiwerk darstellt. Die Thematik wurde so oder so ähnlich schon oft genug gebraucht, als das sie einen noch irgenwie überraschen könnte, aber das habe ich auch nicht als besonders schlimm empfunden, da bei "Run for Blood" ganz eindeutig andere Dinge dafür sorgen, das der Film absolut sehenswert ist.

Dieses Werk ist ganz eindeutig ein Film, der die Herzen aller Gorehounds merklich höher schlagen lassen dürfte, denn die hier vorhandenen SFX sind sehr zahlreich und extrem blutig geworden. Auch die vorhandene Qualität ist für eine Low Budget Produktion in meinen Augen mehr als nur ordentlich geworden, was man ja durchaus nicht immer behaupten kann. Von Beginn an ist hier eine ordentliche Anzahl an Zombies vorhanden, die sich mit vorschreitender Laufzeit sehr stark erhöht und so verhält es sich auch mit den Kampf-und Beisszenen. So kann man hier als Fan der etwas härteren Welle wirklich nicht meckern und dürfte in der Beziehung absolut befriedigt sein.

Bei den Darstellern gibt es hier jede Menge vollkommen unbekannte Gesichter zu sehen, doch die hier agierenden Jung-Darsteller machen einen ordentlichen Job, das hat man in etlichen Zombie-Werken schon weitaus schlechter gesehen. Allerdings sollte man nicht so vermessen sein und hier oscarreife Darstellungen zu erwarten, denn die bekommt man ganz sicher nicht geboten. So kann man insgesamt festhalten, das man es hier nicht unbedingt mit einem hochklassigen Filmerlebnis zu tun hat, aber vor allem Fans des genres dürften voll auf ihre Kosten kommen, denn der Film hat einen besonders hohen Unterhaltungswert und bietet das, was man von einem Film dieser Art erwartet, nämlich jede Menge Zombie-Action.

Lediglich einige zu schnelle Schnittfolgen haben mir nicht so gut gefallen, aber das ist man ja seit einigen Jahren selbst bei Hochglanz-Produktionen mit wesentlich höherem Budget gewohnt (28 Weeks later) und so langsam gewöhnt man sich selbst daran.



6,5/10

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