Deep Blue Sea... Ein Highlight oder eher doch ein Hai-light?
Ach was waren das noch für Zeiten, wo die Haie aus Hollywood noch schön nostalgisch aus gutem Gummi, patenter Pappe und elaborierter Elektronik fabriziert wurden... War früher etwa alles besser???
Haifilm Storys waren noch nie auf dem Highest-Level anzusiedeln. Böser High, äh... Hai natürlich, frisst liebe Touris. Mutiger Typ killt Hai mittels Sprengstoff, Elektrokabel und dergleichen... Das war und ist platt, hat aber meines Erachtens immer noch seinen Charme.
Deep Blue Sea geht da mal ganz anders heran. DAT, auch Demenz des Alzheimertyps genannt, bedarf jetzt endlich mal der kurativen Behandlung und so denkt sich eine ganz schlaue Wissenschaftlerin, dass Haie als Versuchsobjekte, genau für die notwendigen wissenschaftlichen Experimente in Frage kommen.
Wieso denn Primaten nehmen, die uns ja viel „unähnlicher“ sind, wenn die altbekannten Killerbestien aus den Weltmeeren zur Disposition stehen. Ja, so wird’s gemacht und da wird mal prompt die menschliche DNS auf ein paar flipperverspeisende Genossen übertragen, weil die uns ja vielleicht doch nicht so ähnlich sind... Egal.
Tja, wie es ja bei einem Haiactionfilm kommen muss, nutzen die Haie ihre Chance bei einem mächtigen Sturm, um mal auszubrechen. Die sind ja schließlich nicht mehr so doof durch die DNS und die DAT kann ja mal hinten anstehen. Nur blöd, dass die Personen welche auf der Station verweilen unter der Oberfläche des Labors eingeschlossen sind und die ganze Meeresstation langsam aber sicher mit Wasser volläuft, was für das Zurückhalten der „Brainsharks“ ziemlich ungünstig ist...
Ratet mal wer so schlau war die Station mit Wasser zu fluten...
Nach diesem Film kommt dem Zuschauer die geistige Sinn-, Sorry, Sintflut!
Die haarstäubende Pseudostory, so à la Hopp zusammengeschustert, um diesem Haifilm, der nicht einmal richtig High von der Story her zu ertragen ist, ein gewisses „Anspruchsniveau“ einzuhauchen!
Zu den Schauspielern: Yeah man, der obertighte LL Cool J ist am Start und markiert den Macker mächtig hart. Schauspielerisch ist er ein absolute Null...es gibt noch schlimmere, aber J ist schon ne echte Gurke, denn die Sprüche die lustig wirken sollen sind komplett für den Allerwertesten. Burrows - die ist ja echt der Abschuss! Sieht zwar nett aus, ist aber ne genauso untalentierte Schauspielerin wie der ganze Rest an Laiendarstellern. Der einzige der wirklich cool ist, ist Samuel L. Jackson, als stinkreicher Sack!
Die Effekte, sind das einzig Wahre an dem Schwachsinnsfilmchen... Zwar bewirken die Haie keine High- Tension, sind aber mit Liebe zum Detail erschaffen worden und kommen schnittig daher!
Dennoch: Der Charme eines „Jaws“ kommt hier in Keinsterweise rüber, da können Jackson und die Haie nix dran ändern!
So bleibt der Film nur etwas für Leute, die mit ihrem hohen Promillegehalt im Blut nix besseres anzufangen wissen, als diesen Film zu schauen, um sich vor lachen wegzupissen...!
4 Punkte wegen der damals richtig netten Effekte und Samuel L. Jackson!