Review

Ein echtes Hailight


Auf dem abgelegenen Unterwasserlabor Aquatica mitten im Atlantik versucht Dr. Susan McCallister ein Heilmittel gegen die Alzheimer-Krankheit zu finden. Hierzu werden Riesen-Makohaie genetisch manipuliert, um das Gehirn zu vergrößern, da dort die notwenige Proteinlösung erzeugt wird. Doch die Haie werden immer intelligenter und aggressiver. Bei einem Versuch wird einem Mitarbeiter ein Arm abgebissen. Carter Blake will den Hai töten, doch Susan lässt ihn zurück ins Wasser. Danach greifen die 3 Mako-Haie das Unterwasserlabor an, große Teile werden zerstört, so daß die Haie eindringen können. Der Kampf ums überleben beginnt.

Seit Stephen Spielberg seinen überdimensionalen Knorpelfisch auf die Menschheit losgelassen hat, gab es bereits ja hunderte von Nachahmern, mit zumeist minderer Qualität. Aber mit einem ordentlichen Budget und mit Renny Harlin einen erfahrenen Actionregisseur kommt man Jaws schon relativ nahe.
Größtes Pfund der Produktion ist dabei die tolle Location der Forschungsstation auf hoher See. Diese ist dreistöckig angeordnet und bietet jede Menge Raum für Explosionen und vollaufende Korridore durch die sich Mensch und Tier gegenseitig belauern und bekämpfen dürfen, was auch reichlich ausgenutzt wird.
Die Backstory um die Alzheimer Forschung ist dabei nur Mittel zum Zweck ein Haufen Menschlein um ihr Überleben zu lassen und in schier ausweglose Situationen zu schicken. Angenehme Nebeneffekte sind jedoch zum einen das wir Samuel L. Jackson als Geldgeber mit ins Boot bekommen und auch das die Haie durch die Gehirnvergößerung echt clever Taktiken anwenden dürfen und sogar koordinierte Angriffe starten. Sie entwickeln sogar den Plan die Station durch Flutung tieferzulegen, um über den schwachen Zaun oberhalb der Wasserlinie in die Freiheit zu gelangen.
Der Ablauf ist durchgehend spannend und temporeich gestaltet. Wie zu erwarten verfrühstücken die drei bis zu 15 Meter langen Viecher das kleine Häuflein einen nach dem anderen und durch die Bedrohung der vollaufenden Räume ist auch stets für ausreichend Dramatik gesorgt. Kleinere Abstriche gibts bei den Charakteren, Thomas Jane spielt seinen Großwildjäger unter Wasser einfach zu großkotzig, LL Cool J seinen Koch einen Tick zu Ghettoafroamerikanisch und sprechende Papageien die auf witzig machen, fand ich schon vor zwanzig Jahren nicht mehr komisch.
Aber nicht so schlimm, ansonsten stimmt das Gesamtpaket einfach. Für eine 16er Freigabe gibts auch ordentlich Blut, mit abgebissenen Körperteilen. Man leistet sich sogar einige Konventionsbrüche, so darf wieder erwarten der Schwarze überleben und das apostrophierte Final Girl schaffts nur bis ins Halbfinale und muß sich zukünftig die Algen von unten ansehen. In Sachen Tierhorror ist Deep blue Sea jedenfalls vorn dabei.
8/10

Details
Ähnliche Filme